Becker zu Wohlmuth: "Irrtum sofort korrigiert - aber jetzt ist nach Faymanns wahren Absichten zu fragen!"

Wollte der SPÖ-Chef und Verkehrsminister die 7-Euro-Seniorentickets abdrehen oder was?

Wien (OTS) - Seniorenbund-Generalsekretär Heinz K. Becker geht gerne auf Vorhaltungen ein, die er auf seine gestrige Presseaussendung erhielt, in der er das von Minister Faymann angekündigtes Ende der beliebten 7-Euro-Seniorenaktion der ÖBB scharf kritisierte: "Es ist schon interessant: Erst nachdem der Seniorenbund gestern um 11 Uhr 19 die Öffentlichkeit informierte, dass Minister Faymann persönlich Mitte Juli in der Kronenzeitung ankündigte, dass die Fortsetzung der 7-Euro-Seniorenaktion NICHT geplant sei, kam die Nachricht, dass es sie nun doch wieder gibt! Das freut uns im Interesse der vielen Seniorinnen und Senioren, es erklärt aber nicht, wieso mein Kollege Wohlmuth vom Pensionistenverband als wahrheitswidrig bezeichnet, was niemand in Österreich wissen konnte, da es nachweislich erst Stunden später, als APA-OTS um 15 Uhr 24 bekannt gegeben wurde? Hat die SPÖ Hellseher?"

Becker verweist auf seine schon zu Mittag erfolgte Richtigstellung, als das Ministerium den Seniorenbund informiert hatte: "Ich frage jetzt nicht, wieso die 7-Euro-Seniorenaktion Stunden nach meiner Kritik plötzlich doch NICHT abgeschafft wurde. Den tausenden Senioren ist nur wichtig, dass es sie wieder gibt!"

Allerdings drängen sich aufgrund der Vorgänge doch die folgenden sachlichen Fragen auf:

  • Warum hat Faymann persönlich vor rund 1 Monat in der Krone (!) wörtlich gesagt, dass im Herbst 2008 keine 7-Euro-Seniorenaktion geplant ist?
  • Wollte Faymann die nun doch ab 18. Oktober wiederkommende Aktion vorher abdrehen?
  • Wenn aber Faymann eine Fortsetzung beabsichtigte, warum hat er das dann nicht gesagt?
  • Hätte ein Mediendarsteller wie Faymann dann nicht angekündigt, dass er sich bemühen werde, dass er noch verhandeln würde oder ähnliches?

Daraus leitet sich ganz logisch die Frage ab:

- Ist Faymann unsozial oder inkompetent oder überfordert?

Die Antworten ergeben sich wie folgt:

  • Für unsozial spricht Faymann’s Idee mit der Mehrwertsteuersenkung, die genau den niedrigen Einkommen am wenigsten hilft - denn am meisten profitieren Kaviar- und Champagner-Käufer! So gesehen kann man annehmen, dass Faymann auch andere unsoziale Ideen im Köcher hat, selbst gegen ältere Menschen.
  • Für inkompetent spricht, dass Faymann offensichtlich die Bedeutung der Nöte und Sorgen von über 2 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich nicht zu erkennen scheint.
  • Für überfordert spricht, dass Faymann zuerst eine erfolgreiche Aktion öffentlich absagt, die dann aber doch kommt (wer hat ihn davon überzeugt?), er dann aber darüber die Öffentlichkeit überhaupt nicht informiert hat.

Seniorenbund-Generalsekretär Becker abschließend: "Freuen wir uns jetzt über das Fortleben der guten ÖBB-Aktion! Sollte ich in meinem Kampf dafür in der Wahl der Worte nicht allen gefallen haben, so bedauere ich das. Österreichs Seniorinnen und Senioren können aus Faymanns eigenen Ankündigungen und dem Ablauf der Ereignisse selbst ihre Schlüsse ziehen, positiv werden diese eher nicht ausfallen."

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Österreichischer Seniorenbund
Heinz K. Becker
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