AK: Keine verwirrende Änderungen bei der Energiekennzeichnung bei Elektrogeräte

EU-Kommissionsvorschlag könnte KonsumentInnen irritieren und eine effizente Klimapolitik gefährden

Wien (OTS) - Ausgehend von Entwürfen der europäischen Elektrogeräteindustrie hat die EU-Kommission den Vorschlag gemacht, die seit vielen Jahren erfolgreiche und vertraute Energiekennzeichnung bei Elektrogeräten nun völlig umzugestalten. Die Buchstaben (A bis G) würden durch Zahlen ersetzt, zudem die Reihenfolge noch umgedreht und die Skala bliebe offen. "1" wäre dann das schlechteste Gerät und bspw. "7" das beste. "Wozu diese Änderung? Die Kennzeichnung ist vertraut. Mit viel Aufwand und Geld werden hier unnötige Irritationen der Konsumentinnen und Konsumenten heraufbeschworen", meint AK-Konsumentenschutzexperte Karl Kollmann, "denn die Konsumenten würden verunsichert und Jahre der Umgewöhnung brauchen."

Die herkömmliche Energiekennzeichnung, die bei allen im Geschäftslokal ausgestellten Geräten angebracht ist, mit ihrer ampelähnlichen Abstufung von A (und dunkelgrün) = sehr energiesparend bis G (dunkelrot) = nicht energiesparend, hat nach einer jahrelangen Informationsarbeit bei den Verbrauchern Früchte getragen. Die Kennzeichnung ist vertraut geworden, das A wird als energiesparend gewusst und genutzt, die Energiekennzeichnung bei Elektrogeräten ist den Verbrauchern heute geläufig und wird auch bei den Kaufentscheidungen als wichtiges Element genutzt.

Würde hingegen der Industrievorschlag eingeführt, hätten die Verbraucher eine jahrelange Umgewöhnungsphase vor sich, denn Elektrogeräte werden ja in größeren Zeitabständen angeschafft. Das könnte zu Fehlkäufen führen, und es würde wiederum viele Jahre brauchen, um eine solche neue Kennzeichnungsform entsprechend im Bewusstsein der KonsumentInnen zu verankern. Fehlkäufe sind aber kontraproduktiv für eine effizente Klimapolitik, weil gerade Energiesparen ein wesentliches Element einer solchen Politik ist. "Gut eingeführte und den Verbrauchern vertraute Kennzeichnungen ändert man nicht," stellt Kollmann abschließend fest.

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