Europäisches Forum Alpbach: Karas fordert seriösen Umgang mit Hedge-Fonds

Finanzkrise nicht für Markt-Überregulierung missbrauchen

Alpbach, 27. August 2008 (ÖVP-PD) ÖVP-Europaklubobmann Mag. Othmar Karas nimmt heute im Rahmen der Wirtschaftsgespräche des Europäischen Forum Alpbach an einem Arbeitskreis zum Thema "Cash trotz Crash? Die Rolle von alternativen Investments für Privatanleger" teil. Karas fordert dabei eine faire Debatte zu den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise und einen seriösen Umgang mit alternativen Investments ein. "Hedge-Fonds können als gut geführte Investitionsmöglichkeit als Teil eines größeren Portfolios durchaus zur Risikominimierung beitragen und Verluste vermeiden helfen. Genau so können alternative Investments wie Hedge-Fonds im schlimmsten Fall aber auch katastrophale
Auswirkungen haben. In der Diskussion auf europäischer Ebene müssen daher sowohl Wirtschafts- als auch Verbraucherinteressen berücksichtigt werden. Rechtliche Klarheit und Nachvollziehbarkeit für Anbieter, ein einheitlicher Rahmen für Produkte und mehr Transparenz für Anleger: Das sind die Eckpfeiler, auf denen eine europäische Regelung aufbauen muss", betonte Karas. ****

Im Rahmen einer tiefgehenden Analyse rund um Ursachen und Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise steht der Umgang mit Hedge-Fonds im Zentrum einer intensiven Debatte im Europäischen Parlament. "In jedem EU-Mitgliedstaat gelten andere Regeln für die Zulassung von Hedge-Fonds. Ein einheitlicher Rahmen für unterschiedliche Produkte ist dringend notwendig, um zu einer europaweiten Vergleichbarkeit zu gelangen und für mehr Sicherheit zu sorgen. Wir dürfen aber nicht über das Ziel hinausschießen und das Wirtschaften für die einzelnen Fonds erschweren. Die Finanzkrise darf nicht für eine Überregulierung des Marktes missbraucht werden."

Derzeit stünden sich zwei Lager in der europäischen Diskussion über europäische Finanzmarktthemen gegenüber. Während die einen die Vorzüge der momentanen Regelungen am Finanzmarkt betonten und darauf setzten, dass sich der Markt selbst reguliere, fixiere sich die andere Seite ausschließlich auf die Risiken und sähe in fehlender Regulierung und nicht funktionierender Aufsicht die Ursache für Instabilität an den Finanzmärkten. "Keine dieser Positionen ist allein genommen richtig. Weder Überregulierung noch Inaktivität sind die korrekte Lösung für die aktuelle Situation. Politisch motivierte Schnellschüsse bringen außer einer Schlagzeile selten langfristigen Nutzen. Im Europäischen Parlament setze ich mich dafür ein, dass Europa einen goldenen Mittelweg verfolgt, der sowohl die berechtigten Interessen der Anbieter als vor allem auch der Anleger berücksichtigt", so Karas in Alpbach.

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