Kdolsky: Pauschalverurteilung der österreichischen Jugend abzulehnen

Jugendstudie zeigt Bedeutung von Prävention und Bewusstseinsbildung im Zusammenhang mit Gesundheit

Wien, 27. August 2008 (OTS) - "Es ist wichtig, derartige Studien ernst zu nehmen und sich gewissenhaft mit den Ergebnissen auseinander zu setzen. Was aber definitiv nicht gemacht werden darf, ist daraus eine Pauschalverurteilung unserer Jugendlichen abzuleiten", stellt Jugendministerin Dr. Andrea Kdolsky in Zusammenhang mit einer europaweiten Jugendstudie und Meldungen, wonach Österreichs Jugendliche Europameister beim Alkoholkonsum seien. "Hier wird in manchen Medien - nicht erst jetzt, sondern schon seit geraumer Zeit -ein Bild von unserer Jugend gezeichnet, das mit der Realität nicht übereinstimmt. Als Jugendministerin stelle ich mich klar gegen derartige Verallgemeinerungen", so die Ministerin weiter. Vielmehr gelte es, derartige Ergebnisse zum Anlass zu nehmen, noch mehr Augenmerk auf die Prävention und die Bewusstseinsbildung zu legen. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im Elternhaus beginne und in Kindergarten und Schule fortgesetzt werden müsse.

Das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend hat in den vergangenen eineinhalb Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung dieser Bewusstseinsbildung gesetzt, verweist die Ministerin etwa auf die österreichweite Kampagne "Nachdenken statt Nachschenken", die speziell Alkoholkonsum und dessen mögliche, unter anderem gesundheitliche Folgen ins Zentrum gestellt hat.

Ein weiterer wichtiger Schritt sei auch das vom BMGFJ gemeinsam mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Unterrichtsministerium gestartete Projekt "Gesunde Schule". Hier geht es um nachhaltige und qualitätsgesicherte Gesundheitsförderung an österreichischen Schulen. "Das Projekt setzt also genau dort an, nämlich im Lebensraum Schule, wo Kinder wirksam für das Thema Gesundheit, gesunde Ernährung und Bewegung sensibilisiert und auch begeistert werden können", so Kdolsky weiter. Leider seien die Arbeiten am Projekt "Gesunde Schule" von Seiten des BMUKK im Mai 2008 gestoppt worden. Daher sei es nun nicht mehr möglich, die Pilotierung des Projekts, wie ursprünglich geplant, im Herbst 2008 umzusetzen. "Bildungsministerin Schmied ist hier säumig. Ich erwarte mir im Interesse der Prävention, dass das Projekt Gesunde Schule ehestmöglich umgesetzt wird", so Kdolsky, die abschließend betont, dass von Seiten des BMGFJ die notwendigen Vorarbeiten geleistet worden sind.

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