ÖCV contra Faymann: "Universitäten durch Refundierung der Studienbeiträge wieder am Gängelband der Regierung"

Cartellverband appelliert an "konstruktive Kräfte, zu ihrem Wort zu stehen".

Wien (OTS) - "Die finanzielle Unterstützung der Universitäten darf nicht vor dem Populismus-Altar geopfert werden", erklärt Michael Wildling, Präsident des Österreichischen Cartellverband (ÖCV), angesichts der jüngsten Aussagen von SP-Spitzenkandidat Werner Faymann. Dieser hatte in der gestrigen TV-Konfrontation die Refundierung der Studienbeiträge aus dem Budget in Aussicht gestellt. Diese Geste ist für den ÖCV-Präsidenten nur Augenauswischerei:
"Alleine der bürokratische Aufwand der Aktion kostet viel unnötiges Geld. Außerdem widerspricht die Finanzierung durch den Bund dem Universitätsgesetz, das den Hochschulen mehr Autonomie vor allem auch bei der Finanzierung gewährt." Durch den SP-Wahlschwenk sieht Wildling die Universitäten "wieder am finanziellen Gängelband der Bundesregierung zurück".

Wahlzuckerln auf Kosten der Jungen

Die Hochschulen dürfen nicht verunsichert werden. "Die Ansage, dass es zu Umstrukturierungen kommen kann, verhindert jede budgetäre Planungssicherheit", sagt Wildling. Leidtragende der Diskussion sind vor allem die nächsten Generationen. "Diese Aktion ist Wahlpopulismus auf Kosten der Jugend", verurteilt Wildling den Wahl-Schwenk des SP-Spitzenkandidaten scharf: "Die Kosten für die Wahlzuckerln zahlen wir, die Jungen." Der ÖCV trete daher weiterhin für die Beibehaltung der Studienbeiträge ein, so der ÖCV-Präsident: "Auch wenn viele einem potenziellen SP-Antrag zustimmen - wir erwarten von den konstruktiven Kräften, weiterhin zu ihrem Wort zu stehen und gegen die Abschaffung der Beiträge aufzutreten."

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