LAbg Jahn: "Kritik Faymanns an Oberösterreichs Aufholbedarf bei Kinderbetreuung berechtigt!"

ÖVP-Gemeinden blockieren Ausbau - Landesrat Sigl negierte vor kurzem noch den Bedarf an Betreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige

Linz (OTS) - Die oberösterreichische Landtagsabgeordnete Gerti
Jahn ist froh, dass der Spitzenkandidat der SPÖ, Werner Faymann, die Dinge endlich beim Namen nennt und das Versagen der ÖVP und der Grünen in Oberösterreich bei der Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige offenlegt. "Es sind vor allem die ÖVP-Gemeinden, die sich dem Ausbau der Krabbelstuben in den Weg stellen!" so die Landtagsabgeordnete. "Und es sind die ÖVP-Landesregierungsmitglieder, die - gedeckt durch die Grünen - den Bedarf an diesen Einrichtungen negieren!" So geschehen zum Beispiel bei den Gesprächen zur 15a-Vereinbarung über den Ausbau der Kinderbetreuung, bei denen der für den Kindergarten zuständige VP-Landesrat Sigl meinte, so viele Ganztagesbetreuungsplätze für die Unter-Dreijährige würden gar nicht benötigt.

"Wenn Werner Faymann sagt, Oberösterreich habe bei der Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige noch gehörigen Aufholbedarf, und die Grünen sollten ihrem Landesregierungspartner in dieser Frage mehr auf die Finger schauen, so hat er damit völlig recht!" so die oberösterreichische Landtagsabgeordnete Gertraud Jahn von der SPÖ. "Dem zuständigen Landesrat Ackerl ist diese Tatsache seit langem bekannt, und er gibt auch sein Bestes, daran etwas zu ändern - er scheitert aber stets an ÖVP-geführten Gemeinden!" Das bestehende Angebot wird großteils in den von der SPÖ geführten Gemeinden angeboten. Bei den Angeboten in ÖVP-geführten Gemeinden bedurfte es hingegen stets erst der Initiative der SPÖ oder von Elterninitiativen, um etwas zu bewegen.

"Dass sich aber gerade der Kindergarten-Landesrat Sigl jetzt auf diese Aussagen Faymanns stürzt und sie Landesrat Ackerl zur Last legen will, setzt der Unverfrorenheit der ÖVP die Krone auf!" meint Jahn. "Gerade Sigl war es nämlich, der bei den Gesprächen über die 15a-Vereinbarung mit dem Bund, durch die mehr Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden sollten, meinte, es bräuchte gar nicht so viel für die Unter-Dreijährigen!" Anfänglich wollte er die Vereinbarung überhaupt nicht unterzeichnen. Außerdem steht er mit seiner Zuständigkeit für die altersgemischten Kindergartengruppen selbst im Kreuzfeuer der Kritik. Sein Ablenken auf Landesrat Ackerl, der stets die Notwendigkeit des Ausbaus der Angebote betonte, wird ihm daher auch nicht helfen, sich aus der Verantwortung zu ziehen. "Die Grünen sind also sehr wohl aufgefordert, sich hier die Tatsachen genau anzusehen und mit ihrem Koalitionspartner hier einmal etwas härter ins Gericht zu gehen!" schließt Jahn "Vielleicht hilft das Landesrat Ackerl, den von ihm geplanten Ausbau flächendeckend auch in ÖVP-Gemeinden umzusetzen!".

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