StR Ludwig: Beispielhafte Thewosan-Sanierung in Ottakring

Wien (OTS) - Die Stadt Wien investiert allein im Rahmen der Sanierungsoffensive Westgürtel rund 311 Mio. Euro an Fördermitteln für die Revitalisierung von Wohnhäusern. Ein besonderer Schwerpunkt gilt dabei thermisch-energetischen Wohnhaussanierungen, die durch eine spezielle Förderschiene zusätzlich unterstützt werden. Thewosan-Sanierungen ziehen hohe Reduktionen des Heizwärmebedarfs nach sich, die nicht nur zu einem verbesserten Klima- und Umweltschutz beitragen, sondern die vor allem auch die Geldbörsen der BewohnerInnen durch deutlich niedrigere Heizkosten entlasten. Grund genug für Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig heute, Mittwoch, gemeinsam mit Bezirksvorsteher Franz Prokop und DI Michaela Trojan, Geschäftsführerin des wohnfonds_wien, anhand eines Beispiels - eines thermisch-energetisch sanierten Wohnhauses nahe des Ottakringer Brunnenmarkts - den eindrucksvollen Effekt einer Thewosan-Sanierung zu zeigen. Der Heizwärmebedarf des Gebäudes verringerte sich durch die Revitalisierung um fast 3/4 des ursprünglichen Werts.****

Das besichtigte Wohngebäude an der Adresse Schellhammergasse 7-9/Dettergasse 10 verfügt über 34 Eigentumswohnungen und befindet sich im Besitz der Wohnungseigentümergemeinschaft. Ende 2007 wurde die umfassende thermisch-energetische Sanierung des Gebäudes fertig gestellt. Die Stadt Wien übernahm rund 1/3 der förderbaren Gesamtsanierungskosten in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

"Auch heuer werden wieder rund 10.000 Wohnungen in Wien mit Unterstützung aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung saniert. Durch die Förderungen setzen wir für private Hauseigentümer nicht nur Anreize, ihre Häuser zu revitalisieren, sondern wir gewährleisten damit auch die Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Dabei steht die Verbesserung des Wohnkomforts und die Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude im Mittelpunkt", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Präsident des wohnfonds_wien. Ein doppelter Vorteil für die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich nicht nur über ein modernisiertes Haus, sondern auch über niedrigere Energiekosten freuen könnten. "Besonders thermisch-energetische Sanierungen bringen eine deutliche Ersparnis beim Heizwärmebedarf und damit auch bei den Heizkosten mit sich. Diese sind jedoch für die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer mit einem größeren Aufwand verbunden. Daher gibt es seit dem Jahr 2000 eine spezielle Thewosan-Förderschiene", so Ludwig weiter.

Anhand des Gebäudes in der Ottakringer Schellhammergasse sei deutlich zu ersehen, welche Energieeinsparungseffekte thermisch-energetische Sanierungen nicht nur bei Gründerzeit-Häusern, sondern vor allem auch bei Bauten jüngeren Datums erzielen würden. "Es handelt sich hierbei um ein typisches 60er-Jahre-Wohnhaus, das über keine architektonischen Besonderheiten verfügt. Durch die thermisch-energetische Sanierung konnte der Heizwärmebedarf des Gebäudes, der rund 114,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr betrug, auf beeindruckende 29,8 Kilowattstunden gesenkt werden und entspricht nun dem ausgezeichneten Standard eines Niedrigenergiehauses." Die Forcierung thermisch-energetische Sanierungen sei deshalb ein zentrales Ziel der Wiener Stadterneuerungs- und Wohnbaupolitik. Ludwig: "Durch beträchtliche Fördermittel und durch sehr viel Informations- und Beratungsarbeit, die der wohnfonds_wien, die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung und die Bezirksvertretungen leisten, versuchen wir, noch mehr private Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ins Boot zu holen und für eine Thewosan-Sanierung zu gewinnen. Mit Erfolg, denn allein in Ottakring gibt es viele weitere Projekte für thermisch-energetische Sanierungen."

"Eine Tatsache, die mich als Bezirksvorsteher natürlich besonders freut", so Bezirksvorsteher Franz Prokop. "Denn neben einer gesteigerten Wohnzufriedenheit durch die qualitative Anhebung des Wohnangebots gestalten sich die erneuerungsbedürftigen Grätzel Ottakrings zunehmend attraktiver und erleben - wie das Beispiel des Brunnenmarktviertels wunderbar zeigt - einen Aufschwung."

Die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen im Überblick

Das Wohngebäude in der Ottakringer Schellhammergasse 7-9/Dettergasse 10 wurde umfassend thermisch-energetisch revitalisiert. Für die Planung der Sanierung zeichnete Arch. DI Dr. Reinhold Halfinger verantwortlich, die Abwicklung lag in Händen der Spatz Immobilien GmbH.
Folgende Maßnahmen wurden u.a. durchgeführt:

o Umstellung der vorhandenen Öl-Zentralheizungsanlage auf Gasbrennwerttechnologie o Wärmedämmung der Fassaden, Terrassen, des Daches, der Kellerdecke und der Decke sowie der Garagenwände o Einbau von Wärmeschutzfenstern o Nachrüstung und Modernisierung von 2 Aufzugsanlagen mit je 7 Stationen

Die Gesamtsanierungskosten betrugen 687.000 Euro, die Stadt Wien förderte das Projekt mit einem Zuschuss in der Höhe von 230.000 Euro.

Thewosan-Projekte in Ottakring

Zurzeit sind alleine im 16. Bezirk 32 Sanierungsprojekte mit 1.143 Wohnungen in Vorbereitung bzw. in Bau. Die Gesamtkosten dafür machen insgesamt rund 14 Mio. Euro aus, die Stadt Wien fördert die Revitalisierung dieser Wohngebäude mit insgesamt 4,5 Mio. Euro.

Weitere Beispiele für fertig gestellte Thewosan-Sanierungen in Ottakring:

o Grundsteingasse 51, 14 Wohnungen. Heizwärmebedarf vor Sanierung: 82,2 kWh/m2a. Heizwärmebedarf nach Sanierung: 35,4 kWh/m2a. o Neulerchenfelder Straße 34, 14 Wohnungen. Heizwärmebedarf vor Sanierung: 50,4 kWh/m2a. Heizwärmebedarf nach Sanierung: 28,2 kWh/m2a. o Friedrich-Kaiser-Gasse 66-72, 64 Wohnungen. Heizwärmebedarf vor Sanierung: 108,1 kWh/m2a. Heizwärmebedarf nach Sanierung: 34,9 kWh/m2a. o Gaullachergasse 1, 16 Wohnungen. Heizwärmebedarf vor Sanierung: 117,4 kWh/m2a. Heizwärmebedarf nach Sanierung: 64,3 kWh/m2a.

Thewosan - ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz

Rund 66.000 Wohnungen in Wien wurden bislang gefördert thermisch-energetisch saniert. Allein dadurch können jährlich rund 110.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Bewohnerorientierte Stadterneuerung

Die Stadt Wien stellt alleine heuer rund 193 Mio. Euro an Fördermitteln für die Sanierung von Altbauten zur Verfügung. Durch geförderte Sanierungen, die ganz im Sinne des weltweit anerkannten Wiener Wegs der sanften Stadterneuerung durchgeführt werden, wird einerseits ein hohes Qualitätsniveau der Sanierungen gewährleistet, andererseits wird dadurch - wenn es sich um Mietwohnungen handelt -sichergestellt, dass die Mieten auch nach einer Sanierung auf einem erschwinglichen Niveau bleiben. Während des Förderzeitraums von 15 Jahren gelten Mietobergrenzen, an die sich die/der HauseigentümerIn halten muss.

o Informationen & Beratungen über geförderte (Thewosan)- Sanierungen: Wohnfonds_wien, 1082 Wien, Lenaugasse 10, Tel.: 403 59 19-0, E-Mail: office@wohnfonds.wien.at, www.wohnfonds.wien.at

(Schluss) da

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