Kürzungen des Bewegungsunterrichts an den Schulen sind der falsche Weg

Fonds Gesundes Österreich fordert gemeinsame Anstrengungen zur Trendumkehr

Wien (OTS) - Wie der Rechnungshof in einem jüngst erschienenen Bericht kritisiert hat, fielen bis zu 5% der Schulstunden "Bewegung und Sport" in den letzten Jahren dem Rotstift zum Opfer - ganz entgegen der Empfehlung der europäischen Kommission, wonach sportliche Aktivitäten an Schulen ausgebaut werden sollten. Dieser Trend stimmt Mag. Christoph Hörhan, den Leiter des Fonds Gesundes Österreich, nachdenklich: "Die Reduktion der Schulstunden läuft den Bestrebungen zuwider, Kindern und Jugendlichen Freude und Spaß an der Bewegung zu vermitteln." Er warnt auch vor den kurz- und langfristigen Folgen: "Die Rechnung wurde uns gestern durch die Ergebnisse der Helena-Studie präsentiert: mehr als 20% der 13-16-Jährigen haben ein zu hohes Körpergewicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Jugendlichen diese Last ein Leben lang mit sich tragen, wodurch auch ihr Risiko steigt, in Zukunft an Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes zu erkranken."

Bewegung kann Krankheiten und Defiziten vorbeugen

Altersgerechte Bewegung kann Haltungsschäden, Koordinationsschwächen, Aggression und Übergewicht entgegenwirken und sollte deshalb bei Kindern und Jugendlichen zum Alltag in der Schule und der Freizeit gehören. Zudem kann damit die Konzentration und Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Die Unterrichtstunden "Bewegung und Sport" sind der Grundstock des Bewegungsangebotes, den alle Schülerinnen und Schüler durchlaufen. Darüber hinaus braucht es noch weitere Anstrengungen. Der Fonds Gesundes Österreich fördert deshalb Projekte, deren Ziel es ist, sowohl die einzelnen Jugendlichen zu mehr Bewegung motivieren, als auch das Umfeld so zu gestalten, dass es den Jugendlichen leichter fällt, sich öfter zu bewegen. Durch gestalterische Maßnahmen ist es beispielsweise einfach, bewegungsfreundliche Pausenräume in den Schulen zu schaffen. Auch die Kommunalpolitik ist gefordert: Durch die Anbindung von Schulen an das Radwegenetz könnte die Wahrscheinlichkeit gesteigert werden, dass der Schulweg mit dem Fahrrad zurückgelegt wird. Die Verantwortlichen der Schul- und Kommunalpolitik ruft Mag. Hörhan auf, diese Anstrengungen zu unterstützen. "Bewegung muss wieder zum Alltag von Jung und Alt gehören. Nur durch eine breite Allianz der verantwortliche Kräfte kann es gelingen, diese Trendumkehr einzuleiten."

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