Zeit für den Ritterschlag: Neuer Wiener Kinder-Führer

Wien (OTS) - Es gibt Buchreihen, die kennt man schon aus den berühmten eigenen Kindheitstagen und - oh Wunder!- es gibt sie noch immer: Wie etwa "Steuerbücher", "Amtskalender", "Schutzbriefe", jedenfalls meist etwas auf das neue Jahr bezogene. Spätestens beim Stand "22. Auflage" darf sich der jüngst erschiene "Kinder in Wien"-Falter-Stadtgebrauchstext also den Ritterschlag dieses Genres verdient haben. Im Impressum wird Georgine Heindl gedacht, die offensichtlich hierzu die grundlegende Idee gehabt haben mag: Einen Alltagsführer durch Wien für Menschen, die irgendwie etwas mit Kindern zu tun haben, zu entwickeln. Ob als (Stief)Vater oder (Stief)Mutter, Onkel oder Tante, Patchwork-Irgendwie-Verwandter, Oma oder Opa, oder als Anwender pädagogischen Wissens: Die Community ist quantitativ vielleicht noch nicht exakt erhoben worden, aber bis auf ein paar wenige von uns 1,8 Millionen-Städtern wird es wohl fast alle betreffen.

Grob zusammengefasst besteht der erste Teil des 520 Seiten-Ziegels aus "Freizeittipps", der zweite informiert über Kinderbetreuung und Schulaspekte, ein weiterer setzt sich mit den kleinen, mittleren und wirklich großen "Krisen" des Heranwachsens auseinander, zuletzt folgen noch Krankheit und Behinderung. Wieviele Adressen, Telefonnummern, Internet-Links, Mail-Kontakte sich im 22. "Kind in Wien" befinden, ist eine Fleißaufgabe, die niemand machen soll: es reicht zu schreiben, dass es wirklich viele, ja, sehr viele sind. Interessant, dass die redaktionelle Zusammenstellung und Betreuung offensichtlich nur von Journalistinnen gemacht worden ist. Daniela Lipka, Sigrun Müller, Martina Närr ist jedenfalls für die sicherlich nicht unaufwendige Recherche und dem eingelösten Bemühen, auch neue Tipps, Anregungen und Adressen zusammen zu suchen, zu danken. Ein Danke auch den Kindern der Kindergruppe Spatzennest, die den Leser durch die 522 Seiten hindurch begleiten. Ins Bild gebracht vom bekannten "Falter"-Fotografen Christian Fischer bringen sie genau jene Freude am Großtstadt-Leben ins Buch, von der man sich wünscht, dass sie ihnen immer bleiben möge.

Der erste Kinder-Führer erschien übrigens 1987 und hatte um die 200 Seiten. 21 Jahre später endet die aktuelle Version bei Seite 520, was auch bedeutet, dass das Angebot in Wien deutlich zugenommen, wie sich auch kommerzialisiert hat. Ob in zwanzig Jahren die 44. Auflage dann bei 800 Seiten enden wird, bleibt ungeklärt, die Hosentaschen-Einsteck-Qualität ist bereits aber jetzt schon eher wackelig geworden. Vielleicht entschließt sich aber der Verlag dann auch zu einem zweibändigen Kompendium, wer weiß. Heuer reicht ein Band noch aus.

"Kind in Wien", Falter Verlag 2008, 520 Seiten, erschienen in der Reihe "Die kleinen Schlauen", Euro 16,50

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