- 25.08.2008, 15:22:46
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Wirtschaft begrüßt Anpassung der Kfz-Steuer an das EU-Niveau
"Wettbewerbsfähigkeit der Transportwirtschaft gestärkt" - WKÖ-Präsident drängt auf rasche Umsetzung der Entlastungsmaßnahmen
Wien (PWK615) - "Die von Finanzminister Wilhelm Molterer zugesagte
Senkung der Kfz-Steuer auf LKW ist nicht nur in Hinblick auf die EU
ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung von Steuern und Abgaben. Die
geplante Steuersenkung ist auch eine wichtige Unterstützung der
österreichischen Transportwirtschaft", begrüßt Christoph Leitl,
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, die heute, Montag, in
Graz von Vizekanzler Molterer vorgestellte Gesetzesinitiative. "Mit
dieser Maßnahme werden die europaweit höchsten Kfz-Steuersätze auf
das EU-Niveau reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen
Verkehrswirtschaft gestärkt". Wie Leitl hervorhebt, werde damit einer
langjährigen Forderung der Wirtschaft entsprochen.
Die Kfz-Steuersenkung sei ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung
der Rahmenbedingungen im Verkehr, betont auch Harald Bollmann, Obmann
der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ. Die
wirtschaftliche Lage der heimischen Transportwirtschaft sei so ernst
wie noch nie: Enorme Treibstoffkosten, die höchste Straßenmaut
Europas und der Investitionsdruck zur Anschaffung schadstoffärmerer
Fahrzeuge haben, wie berichtet, viele Unternehmungen ins Trudeln
gebracht. Bollmann: "Vizekanzler Molterer hat den Ernst der
Situation erkannt. Mit der zugesagten Entlastung wird es gelingen,
die Lage vieler Frächter zu verbessern und Arbeitsplätze in der
Transportbranche zu erhalten."
Parallel zu einer Entlastung bei der Kfz-Steuer wird das
Kfz-Steuersystem vereinfacht und eine die Straßeninfrastruktur
schonende Fahrzeugtechnik forciert. Der Bonus für luftgefederte Lkw
gilt vorerst allerdings nur befristet auf ein Jahr.
"Bis zur Stunde sind wir der teuerste Lkw-Standort Europas",
bestätigt Nikolaus Glisic, Obmann des Fachverbandes der Transporteure
in der WKÖ. Die Branche kam durch die unter anderen Bedingungen
arbeitende Konkurrenz aus den neuen Mitgliedsstaaten enorm unter
Druck, wodurch die Insolvenzen rapide zunahmen. Auch wurden immer
mehr Fahrzeuge ausgeflaggt. Durch jeden ausgeflaggten, also im
Ausland angemeldeten Lkw verliert der Staat pro Fahrzeug und Jahr
rund 50.000 Euro, so der Sprecher der Transportunternehmer. Die neue
Kfz-Steuerregelung bringe beim derzeitigen Fahrzeugbestand eine
dringend notwendige Entlastung des Transportbereiches.
Die österreichische Verkehrswirtschaft leistet mit rund 11,7
Milliarden Euro direkter Bruttowertschöpfung einen wesentlichen
Beitrag zum Wohlstand in Österreich. Da eine arbeitsteilige
Wirtschaft ohne Verkehrswirtschaft nicht existieren kann, liegen die
indirekten Wertschöpfungseffekte der Verkehrsbranchen noch deutlich
über dem ausgewiesenen Wert. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Transport und Verkehr Dr. Erik Wolf Tel.: (++43) 0590 900-3251 mailto: [email protected] http://wko.at/verkehr
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