Bischof Schwarz: Wallfahrtsorte sind "geheime Hauptstädte Europas"

Traditionelle Dreiländerwallfahrt mit Pilgern aus Kärnten, Slowenien und Friaul am Samstag in Brezje

Klagenfurt-Laibach, 22.8.08 (KAP) Die traditionelle Dreiländerwallfahrt führt am Samstag, 23. August, tausende Pilger aus Kärnten, Slowenien und Friaul in den slowenischen Wallfahrtsort Brezje. Der Erzbischof von Laibach (Ljubljana), Alojzij Uran, wird um 11 Uhr die mehrsprachige Messe vor der Basilika von Brezje feiern. Konzelebranten sind der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz, der Erzbischof von Udine, Pietro Brollo, sowie weitere Bischöfe aus den drei Regionen. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch einen Chor aus der slowenischen Diözese Novo Mesto. Bischof Schwarz bezeichnete die Dreiländerwallfahrt in einem Interview mit "Radio Vatikan" als "besonderes Erlebnis der Gottverbundenheit der Menschen". Die zahlreichen Pilgerinnen und Pilger könnten deutlich machen, dass "die Wallfahrtsorte gleichsam Europas geheime Hauptstädte sind, wo die Menschen das Friedensprogramm für Europa durch Gebet erbitten", sagte Schwarz.

Bereits seit 1982 führt die Dreiländerwallfahrt Jahr für Jahr mehrere tausend Gläubige der Diözesen Gurk, Udine und Laibach mit ihren Bischöfen an je einem Wallfahrtsort der drei Länder zusammen. Besonders in den Jahren vor dem Grenzabbau im Schengen-Raum habe die Wallfahrt eine sehr symbolische Kraft gehabt, erinnerte Bischof Schwarz: "Das war gleichsam eine Vorwegnahme eines Europa der Regionen". Heute werde das Aufeinander Zugehen durch die offenen Grenzen erleichtert, die Dreiländerwallfahrt habe aber immer noch einen hohen Stellenwert: "Die Katholiken demonstrieren eine grenzüberschreitende Verbindung, die vorbildlich und stilbildend für die Zivilgesellschaft ist", unterstrich der Kärntner Diözesanbischof. (ende)
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