Tumpel: Hausgemachte Mietenverteuerung belastet Mieter und erhöht Inflationsrate - Änderung des Mietrechtsgesetzes dringend nötig - 2

Wien (OTS) - Wenn es zu keiner Änderung des Mietrechts kommt, verteuern sich die Mieten für rund 150.000 private Kategoriemietwohnungen im Herbst um rund 6 Prozent, warnt AK Präsident Herbert Tumpel. Für rund 600.000 MieterInnen werden sich zusätzlich die auf sie überwälzbaren Hausverwaltungsgebühren im Herbst ebenfalls um diesen Prozentsatz erhöhen. Vielen MieterInnen wurden erst im Frühjahr die Mieten wegen der hohen Inflation um über zwei Prozent angehoben, und die nächste Verteuerung steht faktisch vor der Tür, wenn das Mietrechtsgesetz nicht sofort geändert wird. Bereits im April 2009 könnten die Mieten wieder um empfindliche 3,5 Prozent (derzeitige Prognose der Jahresinflation) steigen.

"Von der hohen Inflation profitieren die Hausherren ohne etwas zu leisten, die Mieter werden enorm belastet", kritisiert Tumpel. Das schadet nicht nur dem einzelnen sondern auch der Volkswirtschaft, denn die Menschen können sich immer weniger leisten, steigende Mieten verursachen sinkende Nachfrage. Und: Teure Mieten treiben die Inflation weiter in die Höhe. Besonders hart treffen würde das vor allem ältere Menschen, Familien und Durchschnittsverdiener, die sich ohnedies jede Ausgabe zweimal überlegen müssen. .

Die AK verlangt als inflationsbekämpfende Sofortmaßnahmen:

+ Keine Erhöhung bei Kategoriemieten und Hausverwaltergebühren im Herbst

+ Keine Erhöhung der Richtwertmieten im Frühjahr 2009

+ Verzögerte Indexanpassungen der Mieten: nur alle 5 Jahre bzw erst bei höherem Schwellenwert (10%) (derzeit jährlich oder bei 5% Schwellenwert)

+ Keine volle Anrechnung der Inflationsrate bei Mietenanpassung

+ Absenken der Maklergebühren, wie im Koalitionsabkommen vereinbart. Minister Bartenstein kann das unmittelbar umsetzen, weil er dafür auch die Kompetenz hat.

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