Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Fantasielosigkeit als Programm (von Claudia Grabner)

Ausgabe vom 21. August 2008

Wien (OTS) - Das Thema springt einem ins Gesicht. Jedem. Oder
fast. Mit Ausnahme der Politik. Die ist haarscharf dran, Preisrekord wie Rekordbelastung nicht als Wahlkampfthema zu entdecken. Nein. Vielmehr gefällt sie, die Politik nämlich, sich im noch koalitionären Herumgeplänkel, zankt über Gipfeltermine und legt vage Maßnahmen auf den Tisch. Maßnahmen, die sich in einer halbseidenen Familien-Offensive ermatten. Was bleibt, ist der Ruf nach Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und einem Vorziehen der Steuerreform. Punkt. Der Rest ist Schweigen. Keine Vision. Nicht der Ansatz einer Idee, wie das Grundübel - das sozial ungerechte Steuermodell - zu revolutionieren sei. Dass es sozial ungerecht ist darüber herrscht wahnwitzigerweise Einigung ...

Ergo erschöpft sich und den Wähler die Fantasielosigkeit in Nimmer-hören-können-Slogans a la Entlastung des Faktors Arbeit ohne zu sagen, was genau man damit meint. Meinen kann es alles. Und das Gegenteil davon. Damit in die Wahl zu ziehen? Das ist Mut.

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