Neues Volksblatt: "Bildung" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 21. August 2008

Linz (OTS) - Das Gerangel zwischen Bund und Land um Lehrer-Dienstposten gehört Jahr für Jahr zum Ritual vor Schulbeginn. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Bildungsministerium rot oder schwarz geführt ist, aus Wiener Sicht heißt das Motto: sparen! Auch SPÖ-Bildungsministerin Claudia Schmied macht da keine Ausnahme. OÖ streitet mit ihrem Ministerium gerade um 56 Lehrer-Dienstposten. Diese Knausrigkeit des Bundes ist nicht neu, aber ein gutes Beispiel dafür, wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen. Während nämlich in der Theorie - dort, wo man nichts zu verantworten und zu bezahlen hat - den Genossinnen und Genossen für die Bildung angeblich nichts gut und teuer genug sein kann, wird in der Praxis um 56 Lehrer-Dienstposten gefeilscht.
Das ist aber nicht das einzige Beispiel für den Abgrund zwischen Theorie und Praxis in der SPÖ-Bildungspolitik; ein anderes ist die sogenannte Neue Mittelschule. So kritisieren die Roten in OÖ, dass nur eine Schule als "Neue Mittelschule" geführt wird, doch die SPÖ-geführten Länder Wien und Salzburg sind bei diesem Lieblingsprojekt der SPÖ-Ministerin gar nicht dabei. Man sieht:
Theorie und Praxis, reden und tun, versprechen und halten liegen oft sehr weit auseinander.

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