BM Hahn: "Evaluierung auf Europa-Niveau ist zu begrüßen"

CREST legt Vorschläge zur Verbesserung der österreichischen Universitäts- und Forschungslandschaft vor

Wien (OTS) - Alpbach ist heute Schauplatz für die Übergabe der Empfehlungen der CREST (Beratender Ausschuss in Forschungs-, Technologie- und Entwicklungspolitik) an Bundesminister Johannes Hahn. Der Bericht ist kritisch, aber konstruktiv. "Europa hat so viel Know-How im Bereich Forschung und Universitäten. Ich bin dankbar, dass es nun gebündelt zu Gunsten Österreichs vorliegt. Solche Evaluierungsvorgänge auf europäischer Ebene sind daher auf jeden Fall zu begrüßen. Europäisch an der Zukunft arbeiten, heißt die Devise. Gebündelt statt eigenbrötlerisch ist der Rote Faden, der sich auch durch das gesamte Empfehlungspapier zieht.", so Hahn.

Im Zuge des Österreichischen Forschungsdialogs des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) untersuchten sieben europäische Expert/innen das nationale Forschungsförderungssystem sowie dessen politische Umsetzung. Als Ergebnis liegen nun 21 Empfehlungen vor. Diese lassen sich grob unter folgenden Schlagwörtern zusammenfassen:
Strategische Schwerpunktsetzung statt breiter Streuung geförderter Technologiebereiche, Verhältnismäßigkeit bei nationalen Forschungsprogrammen und EU-Rahmenprogrammen, Stichwort "Raus aus dem "Programmdschungel", Straffung der institutionellen und personellen Struktur, sowie einen gesamthaften Entwicklungsplan für die Universitätslandschaft. "Sämtliche Empfehlungen sollen zum Anlass genommen werden, sich einerseits zu freuen, dass vieles davon schon jetzt konsequent umgesetzt wird und im Wesentlichen der Stoßrichtung des BMWF entspricht, gleichzeitig dieser Prozess noch viel weitreichender fortgeführt wird", so Hahn abschließend.

Die CREST (Comité de la Recherche Scientifique et Technique) berät unter anderem die Europäische Kommission in der europäischen Forschungs-, Technologie- und Entwicklungspolitik. Ihre Aufgabe ist es strategische Leitlinien im Bereich Forschung, Technologie und Entwicklung, Aktivitäten und Evaluierung der EU-Länder in diesem Bereich mitzugestalten. Mitglieder in CREST sind die EU-Mitgliedsstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, Malta, sowie die Beitrittskandidatenländer. In den CREST-Ausschuss werden zwei Vertreter/innen je Mitgliedsstaat entsandt. Diese kommen zumeist aus den nationalen Wissenschafts-, Bildungs-, Forschungs-, Industrie-oder Technologieministerien.

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