Altbischof Aichern ... Lauterer (2)

Silbernes Ehrenzeichen der Republik

Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber zeichnete Abt Lauterer am Mittwoch mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich aus. In Lauterers 40-jähriger Amtszeit sei das Kloster Mehrerau zu einem religiösen und kulturellen Zentrum am Bodensee geworden, sagte Sausgruber. In seinem Wirken habe der Abt alle Herausforderungen "mit Umsicht bewältigt" und "in Zeiten des Umbruchs immer mit Augenmaß auf nötige Veränderungen und Erneuerungen reagiert".

Der Vorarlberger Landeshauptmann wies darauf hin, dass das Kloster nicht nur ein spiritueller Ort ist, sondern mit dem Sanatorium, dem Gymnasium und zahlreichen wirtschaftlichen Betrieben auch ein großes Unternehmen mit 200 Arbeitsplätzen. Abt Lauterer habe sich "dieser großen Verantwortung gestellt und alle Aufgaben und Herausforderungen sehr gut gemeistert. Es ist ihm gelungen, Mehrerau zu einem pastoralen und pädagogischen Zentrum von überregionaler Bedeutung zu machen", betonte Sausgruber.

Längstdienender Abt seit Wiederbesiedelung

Kassian Lauterer wurde am 29. Jänner 1934 in Bregenz geboren. Nach der Wiedereröffnung des Schüler-Kollegs in der Abtei Mehrerau im Jahr 1945 war er einer der ersten Internatsschüler, noch in der Schulzeit trat Lauterer in den Zisterzienserordens ein.

1957 von Bischof Bruno Wechner zum Priester geweiht, wirkte er als Lehrer und Präfekt am Mehrerauer Internat ("Collegium Bernardi"). Am 19. August 1968 wählte ihn der Konvent zum "Abt von Wettingen und Prior von Mehrerau".

Seit 1975 ist der Abt Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Diözese Feldkirch. Bis zu seiner Pensionierung unterrichtete er Philosophie und Religion am "Collegium Bernardi".

Lauterer ist der längstdienende Abt seit der Wiederbesiedelung der ehemaligen Benediktinerabtei in Mehrerau bei Bregenz durch die Zisterzienser im Jahr 1841. Da die Abtei den Status einer Territorialabtei hat, ist Abt Lauterer auch Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz.

Lauterer hat angekündigt, mit der Vollendung des 75. Lebensjahres im Jahr 2009 als Abt abzutreten. Er gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sagte er im März 2008 in einem Interview mit dem ORF-Landesstudio Vorarlberg, aber: "40 Jahre sind genug". Sein Nachfolger dürfte also im kommenden Jahr aus dem Kreis der Mönche des Klosters gewählt werden. (forts.mgl)
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