Schaffung des neuen Berufs "Möbelmonteur/-in" birgt Potenzial für bis zu 300 neue Lehrplätze

Schelling: "Möbel- und Einrichtungshandel hat Bedarf an mehr qualifizierten Fachkräften" - Neuer Lehrberuf nicht nur mit positiven Effekten bei Aus- und Weiterbildung

Wien (PWK610) - "Der Möbel- und Einrichtungshandel hat Bedarf an qualifizierten Fachkräften", so Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Besonderen Bedarf gibt es im filialisierten Möbelhandel, und dort im so genannten After Sales-Bereich (Lieferung, Montage). "Die Schaffung des neuen Berufes ‚Möbelmonteur/-in’ hätte mit bis zu 300 mehr neuen Lehrplätzen einen positiven Effekt auf die Aus- und Weiterbildungssituation. Darüber hinaus lässt sich in Betrieben mit besser qualifizierten Mitarbeitern die Schlagzahl in Kundenservice erhöhen. Daher ist die Realisierung so rasch wie möglich notwendig und anzustreben." Abwehrhaltungen gegen die Schaffung des neuen Lehrberufes kann Vizepräsident Schelling nicht nachvollziehen.

"Bereits jetzt greifen Konsumenten im do-it-yourself-Bereich immer wieder auf begleitende Serviceangebote zurück. Und nicht zuletzt auf Grund der demografischen Entwicklung wird die Nachfrage nach Beratung und Service weiter zunehmen", hält (Möbel-)Handels- und Unternehmensberatungsexperte Schelling fest. Die Schaffung des neuen Lehrberufs Möbelmonteur bedeute die Anpassung an die geänderten Strukturen der Branche und der Erwartungshaltung und den Bedürfnissen der Konsumenten.

Zwar existieren Berufe, deren Vertreter Anforderungen etwa in den Bereichen Beratung und Lieferung erfüllen, vielfach müssen sie aber für spezielle Montagetätigkeiten ein- bzw. nachgeschult werden. Im Kern stehen beim neuen Lehrberuf insbesondere der verhältnismäßig häufige Kundenkontakt und das ortsungebundene Arbeiten und weniger Bearbeitungsvorgänge im Vordergrund.

Als positives Vorbild für den neu zu schaffenden Lehrberuf nennt Schelling Deutschland: in unserem Nachbarland wird seit 2006 ein Lehrberuf "Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice" angeboten.

Für Österreich weist die Leistungs- und Strukturerhebung rund 2.500 Unternehmen des Möbelhandels aus und - verknüpft mit dieser Betriebszahl - einen Umsatzerlös von etwa 3,8 Milliarden Euro. Die Umsatzentwicklung stellte sich 2008 erfreulicher Weise wieder leicht ansteigend dar. Der Möbel- und Einrichtungshandel ist der viertgrößte Umsatzträger im Einzelhandel in Österreich. "Innerhalb der Betriebe böte der neue Lehrberuf für den Möbelmonteur Entwicklungsmöglichkeiten in Richtung Kundendienst (Reklamation), Disposition/Logistik (Tourenplanung, Montageinspektion) und Planung (Aufmassbüro)", streicht WKÖ-Vizepräsident Schelling abschließend zusätzliche Zukunftsperspektiven durch den Lehrberuf "Möbelmonteur" hervor. (JR, Ne)

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