FFG: Offensiver Kurs in der Forschungspolitik muss beibehalten werden

Mittelfristige Planungssicherheit und solide Dotierung der FFG-Basisprogramme notwendig für Erreichung des Drei-Prozent-Ziels

Wien (OTS) - Investitionen in angewandte Forschung und
Entwicklung, die zu rasch umsetzbaren neuen Produkten und Dienstleistungen führen, sind ein wichtiges Instrument gegen die aktuell drohende Konjunkturflaute. Gerade die rasche und unbürokratische Projektförderung durch die FFG-Basisprogramme unterstützt eine möglichst schnelle Umsetzung von Innovationen in wirtschaftliche Erfolge. Die kommende Bundesregierung müsse daher die bisherigen Maßnahmen zur Förderung der angewandten Forschung konsequent fortsetzen und intensivieren, appellieren die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner anlässlich der Alpbacher Technologiegespräche an die politisch Verantwortlichen.

"In den letzten Jahren ist viel im Bereich thematisch und strukturell orientierter Forschungsprogramme geschehen. Daneben dürfen wir aber das Fundament unserer Forschungsförderung, die bottom-up-orientierte Basisförderung, nicht außer Acht lassen", so FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth. Gerade anwendungsnahe Forschungsprojekte sorgen für rasche Erfolge am Markt und stärken unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft.

Österreich ist eines der wenigen EU-Länder, die das Barcelona-Ziel einer Forschungsquote von drei Prozent im Jahr 2010 wirklich noch erreichen können. "Um den bisherigen Erfolgskurs - auch im Hinblick auf das 3-Prozent-Ziel - fortzusetzen, braucht die FFG aber eine mittelfristige Planungssicherheit und weiterhin konstant steigende Budgets. Ein Plus von zehn Prozent, das entspricht rund 50 Millionen Euro für 2009, wäre dafür notwendig", stellt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner fest. Zudem wäre es für ein rasches Reagieren auf aktuelle Entwicklungen sinnvoll, dass die FFG eine höhere Budgetautonomie innerhalb eines mit den Eigentümern abgestimmten Rahmens bekommt.

Gerade die Dotierung der Basisförderung bereitet der FFG-Geschäftsführung zunehmend Sorgen. Der Rückgang der Mittel aus der Nationalstiftung müsse verstärkt aus dem ordentlichen Budget kompensiert werden, außerdem sollte angesichts der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums der Barwert der Förderungen für wirtschaftsnahe Projekte deutlich erhöht werden (der Barwert entspricht dem finanziellen Wert einer Projektförderung, die sich im Regelfall aus Zuschüssen, Krediten und Haftungen zusammensetzt). Notwendig wäre auch ein höherer Fördersatz bei den Overheadkosten von außeruniversitären und universitären Instituten.

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