BZÖ-Haubner: SPÖ und ÖVP tragen Verantwortung für schlechten Zustand der Krankenkassen

Es muss endlich eine echte Gesundheitsreform in Angriff genommen werden

Wien 2008-08-18 (OTS) - "Es geht der Großen Koalition nur um
Macht, Einfluss und Kontrolle und in keinster Weise um die Sicherung der Gesundheit der Menschen. Daher tragen auch SPÖ und ÖVP die Verantwortung für den derzeitigen schlechten Zustand der Krankenkassen", meinte heute BZÖ-Gesundheitssprecherin Ursula Haubner. "Das gespart werden muss, um unser Gesundheitssystem finanzierbar zu halten, steht außer Streit. Gespart werden muss aber am richtigen Fleck, nämlich am System und nicht am Patienten! Das heißt: Weg mit den unzähligen Kassen mit ihren aufgeblähten Apparaten, Abbau von Bürokratie und dadurch Einsparungen in Milliardenhöhe, die dem Patienten zugute kommen und helfen, unser gutes Gesundheitssystem zu erhalten", betont Haubner.

Es müsse nun eine echte Gesundheitsreform in Angriff genommen werden. "Im System selbst steht eine Milliarde Euro für die zukünftige Qualität der medizinischen Versorgung - ohne neue Beitragserhöhungen, ohne neue Selbstbehalte und ohne Zuschüssen aus Steuergeldern -sofort zur Verfügung:
1. Durch eine Vereinheitlichung der medizinischen Grundversorgung/Sozialversicherungssysteme - 300 Mio. Euro Einsparungspotential
2. Durch eine bundesweite Spitalsreform wie in Oberösterreich - 400 Mio. Euro Einsparungspotential
3. Durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente von 20 auf 10 % - 300 Mio. Euro Einsparungspotential", erläutert Haubner.

Weiters fordert die BZÖ-Gesundheitssprecherin eine Medizinische Universität in Oberösterreich zur bodenständigen Sicherung des Ärztenachwuchses, eine Aufwertung des Hausarztes als kommunalen Generalisten für Gesundheit und Lebensqualität. Wichtig sei auch die Prävention: So solle es ein Bonussystem für Gesundheitsförderung und gesunden Lebensstil geben. Notwendig wären für Haubner auch eine Erweiterung des Mutter-Kind-Passes durch Hebammenberatung, eine Pflegegelderhöhung um mindestens 10 Prozent und eine anschließende gesetzliche Wertsicherung des Pflegegeldes. Ebenso müsse ein Pflegekonzept in die Gesundheitsreform integriert werden und ein Ausbau der Tagesbetreuung zur Entlastung pflegender Angehöriger soll gestartet werden.

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