Vermittlung im Kaukasus ist wichtiger außenpolitischer Gehversuch der EU

Sarkozy und Merkel müssen ausgewogene Haltung bewahren, historisch gewachsene Interessensphäre Rußlands ist zu respektieren

Wien (OTS) - Als wichtigen Gehversuch in Richtung außenpolitische Eigenständigkeit der EU bezeichnete der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer die Vermittlungsversuche von EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy und der bundesdeutschen Kanzlerin Angela Merkel im Georgien-Konflikt. "Der Kaukasus liegt im Gegensatz zur Wüste des Tschads an der Peripherie Europas, daher ist es mehr als sinnvoll, wenn sich die EU hier engagiert. Vor allem muß verhindert werden, daß bei der Beilegung dieses Konflikt eine außereuropäische Macht, nämlich die USA, das Heft in die Hand nehmen", so Mölzer weiter.

In diesem Zusammenhang mahnte der freiheitliche EU-Mandatar von Sarkozy und Merkel eine ausgewogene Haltung ein: "Georgiens Präsident Saakaschwili versucht seit Jahren mit allen Mitteln, sein Land in die NATO zu führen, während Rußland kein Interesse daran hat, daß sich der von Washington beherrschte Nordatlantikpakt an seiner Südflanke festsetzt. Daher liegt die Schuld für die Krise im Kaukasus keineswegs allein beim Kreml, wie die USA behaupten", betonte Mölzer.

Überdies wies Mölzer auf die Bedeutung hin, die Rußland für Europa nicht nur in energiepolitischen Fragen habe. "Gemeinsam können sich Rußland und die EU dem US-amerikanischen Weltherrschaftsstreben entgegenstellen. Aber bevor es dazu kommt, muß die EU die historisch gewachsene Interessensphäre Rußlands, die bis in die Zeit Peters des Großen zurückreicht, respektieren", schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

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