ÖH Uni Wien: Uni-Gesetz-Novelle problematisch

Zur Stellungnahme der ÖH Uni Wien zum Entwurf der UG-Novelle

Wien (OTS) - Die Begutachtungsfrist für den Entwurf der UG-Novelle ist zu Ende. Die ÖH Uni Wien spricht sich in ihrer Stellungnahme gegen die geplanten Änderungen aus.

Die gravierendsten Eckpunkte des Entwurfs: Die Freigabe der Studiengebühren für Nicht-EWR-Studierende, die weitere Entmachtung des Senats sowie die Beschränkung von Masterstudien sind nicht vertretbar. Sie widersprechen dem Bild eines offenen und freien Hochschulzugangs.

"Die Freigabe der Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EWR-Ländern stellt eine schwerwiegende Diskriminierung dar, die auf eine Weiterführung der fremdenfeindlichen Politik der letzten Jahre hinweist", meint Fanny Rasul vom ÖH Uni Wien Vorsitzteam.

"Die Entmachtung des Senats ist ein weiterer Schritt um die Studierenden von ihrem Mitbestimmungsrecht fern zu halten", sagt Marlies Wilhelm vom Vorsitzteam. "Die RektorInnenwahl in eine neu einzurichtende Findungskommission zu verlagern, verringert die Mitsprachemöglichkeiten der studentischen Kurie weiter!"

"Die Zugangsbeschränkungen wurden nicht abgeschafft, stattdessen erlaubt der Entwurf 'qualitative Zulassungsbedingungen' für alle Masterstudien", sieht Sophie Wollner vom ÖH Uni Wien Vorsitzteam. "Diese unkonkrete Formulierung gestattet es den Universitäten, sich ihre Studierenden nach dem Bachelor auszusuchen und Masterstudien zu Eliteprogrammen zu machen."

Die ÖH Uni Wien fordert die Abschaffung der Studiengebühren sowie anderer Zugangsbarrieren und wird in diesem Kampf nicht locker lassen.

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