Papst rechnet mit jeglicher Form des Rassismus ab

Bedauern über "neue besorgniserregende Formen von Rassismus" in verschiedenen Ländern

Vatikanstadt, 17.8.08 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag beim Angelusgebet in Castel Gandolfo in scharfer Form mit jeglicher Form von Rassismus abgerechnet. Die Lesungen des Sonntags aus dem Propheten Jesaja, dem Römerbrief und dem Matthäus-Evangelium seien ein Verweis auf die Universalität der Mission der Kirche, die aus Völkern aller "Rassen" und Kulturen zusammengesetzt sei. Von daher rühre die große Verantwortung der kirchlichen Gemeinschaft, die ein "gastliches Haus für alle" sein müsse, ein "Zeichen und Instrument" der Einheit für die ganze menschliche Familie. Jede christliche Gemeinschaft müsse dieses Bewusstsein immer mehr vertiefen, um der Zivilgesellschaft zu helfen, "jede mögliche Versuchung zum Rassismus, zur Intoleranz und zur Ausschließung" zu überwinden.

Eine der großen Errungenschaften der Menschheit sei die Überwindung des Rassismus, betonte der Papst. Leider gebe es in verschiedenen Ländern neue besorgniserregende Formen von Rassismus. Sie hätten oft soziale oder wirtschaftliche Ursachen, die jedoch "niemals eine rassistische Missachtung oder Diskriminierung rechtfertigen dürfen". Das Gebet der Christen gelte dem Respekt vor allen Menschen und der Erkenntnis, dass die "gegenseitige Annahme" die Voraussetzung für wahren Frieden ist. (forts mgl)
K200807309
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0002