BZÖ-Strutz: "Faymann zieht unliebsame Aufsichtsräte aus ÖBB ab"

"Wichtige Infrastrukturprojekte für Kärnten gefährdet"

Wien (OTS) - BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz kritisierte heute, dass Werner Faymann per Ministerweisung den Direktor der Kelag Prof. Hermann Egger und Karl Sevelda aus dem ÖBB-Aufsichtsrat abberufen hat, ohne vorher mit ihnen persönlich gesprochen zu haben. "Mit dieser Aktion Faymanns sollen offenbar unliebsame und nicht SPÖ-willfährige Aufsichtsräte entfernt werden, damit der Minister bei der ÖBB leichtes Spiel hat", so Strutz weiter.

"Nicht nur die horrenden Medienaufträge, die im Zentrum der Kritik stehen, spielen dabei eine Rolle, sondern wichtige Infrastrukturprojekte, die Faymann jetzt "anders gewichten" möchte. In diesem Zusammenhang droht ein Anschlag auf Kärnten, da Faymann das Koralm-Projekt nicht in der geplanten Form fortführen möchte und auch in diesem Fall plant, die finanziellen Mittel abzuziehen und weiters führt Faymann auch eine Umgewichtung der ÖBB-Planung für Projekte in Wien und Niederösterreich im Schilde", sagte Strutz."Das südlichste Bundesland soll demnach nach alter Manier aus parteipolitischen Gründen wieder finanziell ausgehungert werden", kritisierte Strutz.

"Diesen Plänen Faymanns stand der Direktor der Kelag, der sich immer für Kärnten und Kärntner Projekte stark gemacht hat, im Wege. Besonders pikant dabei ist aber, dass Egger ein Genosse von Faymann und jahrelanges Parteimitglied ist. So geht der SPÖ-Parteivorsitzende mit seinen eigenen Parteifreunden um, indem er sie, ohne mit ihnen gesprochen zu haben, einfach abzieht, da sie nicht mehr in sein politisches Konzept passen", stellte Strutz fest. "Karl Sevelda wurde von Faymann deshalb aus dem Aufsichtsrat abgezogen, weil er der ÖVP angehört und es für Faymann daher keine koalitionäre Rücksichtnahme mehr gibt", meinte Strutz abschließend.

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