GdG-Harreither: Arbeitgeber muss für sicheres Schuhwerk sorgen

Verbot von Crocs in Spitälern kann Sicherheit der PatientInnen nicht garantieren

Wien (GdG/ÖGB) - "Das Verbot von Crocs-Schuhen in den Wiener Spitälern ist alleine keine ausreichende Maßnahme zum Schutz der PatientInnen", betonte Donnerstag der Vorsitzende der Hauptgruppe II - Wiener Krankenanstaltenverbund in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Bernhard Harreither. Um statische Entladungen in sensiblen Bereichen der Krankenhäuser auszuschließen, soll der Arbeitgeber den Bediensteten Schuhwerk zur Verfügung stellen, das den von Experten geforderten Sicherheitsbestimmungen entspricht.++++

"Solange die MitarbeiterInnen im Dienst privat erworbene Schuhe tragen müssen, besteht das Risiko durch statische Entladungen weiterhin", erklärte Harreither. "Eine einzelne Schuhmarke zu verbieten wird nicht die gewünschte Sicherheit bringen." Das Verbot von Crocs begründet sich laut Technikverantwortlichen darin, dass durch Schuhe, die nicht aus antistatischem und ableitfähigem Material bestehen, theoretisch bei einer elektrischen Entladung beim Patienten Organschädigungen entstehen können, EDV-Geräte beschädigt oder angeblich sogar Explosionen ausgelöst werden können.

"Obwohl ein solcher Fall bisher noch nicht eingetreten ist, nehmen wir die Warnung der Fachleute ernst. Schließlich ist es erfreulich, wenn nicht erst etwas passieren muss, damit ein Risiko ausgeschlossen wird", sagte Harreither. Kaum ein Verkäufer eines Schuhgeschäftes hat freilich das notwendige technische Wissen um entsprechend zu beraten. "Wir schlagen daher nachdrücklich vor, dass seitens des Dienstgebers in allen sensiblen Arbeitsbereichen geeignete Schuhe zur Verfügung gestellt werden, die die notwendigen Sicherheitsbestimmungen erfüllen. Damit könnte die Sicherheit für Patienten flächendeckend garantiert werden", schloss der HG II-Vorsitzende.

ÖGB, 14. August 2008 Nr. 462

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