ÖAMTC: Minus 22 Prozent beim Ölpreis - nur minus sieben Prozent an der Zapfsäule

Weitere Preissenkungen an den Tankstellen sind überfällig

Wien (OTS) - Der Ölpreis der OPEC steht heute bei 109,56 US-Dollar pro Barrel. Damit ist der Preis seit dem Höchststand am 3. Juli 2008 (140,73 US-Dollar) um mehr als 22 Prozent gesunken. Im Vergleich dazu sind im selben Zeitraum die Nettopreise (ohne Steuern) zwischen zehn und elf Prozent gesunken, die durchschnittlichen Zapfsäulenpreise sogar nur um rund sieben Prozent. "Bis dato hat die Kritik der Bundeswettbewerbsbehörde wenig Wirkung auf die Mineralölfirmen", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau.

Die Argumente der Mineralölwirtschaft sind unverändert - nicht der Rohölpreis sei für die Preise an den Tankstellen verantwortlich, sondern die internationalen Fertigproduktmärkte. "Aber selbst wenn man Rotterdam als Richtwert heranzieht, sind dort die Preise für Diesel um mehr als 18 Prozent und für Super um mehr als 14 Prozent gesunken. Von Preisreduktionen in diesem Ausmaß ist an Österreichs Tankstellen nichts zu bemerken", so die ÖAMTC-Expertin weiter. Es ist für die Kraftfahrer völlig unverständlich, dass jeder einzelne an Österreichs Tankstellen verkaufte Liter Sprit - ob aus österreichischer Raffinerie oder von anderswo - ausschließlich vom Preis in Rotterdam abhängen soll.

Wie undurchschaubar die Preisgestaltung ist, zeigt sich auch bei einem Ländervergleich zwischen Österreich und Deutschland. In Deutschland war Diesel gestern im Durchschnitt mit 1,39 Euro günstiger als Superbenzin mit 1,46 Euro pro Liter. In Österreich zahlt man heute für Diesel 1,312 Euro, für Super 1,306 Euro. Die ÖAMTC-Expertin dazu: "Dass der Absolutwert in Deutschland höher ist als in Österreich, liegt an der unterschiedlichen Besteuerung und nicht am Produktpreis. Interessant ist die gegensätzliche Produktpreisentwicklung, obwohl die Preise in Deutschland angeblich nach dem gleichen Prinzip wie in Österreich entstehen."

Tiefstpreise an Österreichs Tankstellen im Bundesländervergleich

Aktuell liegen zwischen dem billigsten und teuersten Liter Sprit bis zu 22 Cent. Mit preisbewusstem Tanken kann man sich daher bis zu 13 Euro pro Tankfüllung sparen. Die teuersten Angebote liegen in Österreich heute bei 1,385 Euro/Liter für Superbenzin und 1,419 Euro/Liter für Diesel. Die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin hat anhand der ÖAMTC-Spritpreis-Datenbank ( http://www.oeamtc.at/sprit ) die jeweils billigsten Tankstellen je Bundesland ermittelt.

In Wien kostet Super an der billigsten Tankstelle 1,227 Euro/Liter, Diesel 1,249 Euro/Liter; Steiermark: Super 1,234 / Diesel 1,254; Niederösterreich: Super 1,240 / Diesel 1,270; Kärnten: Super 1,248 / Diesel 1,204; Oberösterreich: Super 1,255 / Diesel 1,277; Burgenland:
Super 1,257 / Diesel 1,267; Tirol: Super 1,267 / Diesel 1,287; Salzburg: Super 1,269 / Diesel 1,279; Vorarlberg: Super 1,269 / Diesel 1,287.

ÖAMTC-Spritkostenrechner schlüsselt Produktkosten, MöSt und USt auf

Wer Transparenz in seine Tankkosten bringen will, kann dazu den neuen ÖAMTC-Spritkostenrechner ( http://www.oeamtc.at/spritkostenrechner/ ) nützen. Mit nur wenig Eingaben errechnet das System Kilometerverbrauch und Spritkosten - für eine Tankfüllung oder für das gesamte Jahr. Die jährlichen Spritkosten werden zusätzlich in Produktkosten, Mineralölsteuer und Umsatzsteuer aufgeschlüsselt.

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