Hochsaison für Bienen, Wespen und Hummeln

1.400 Menschen müssen jährlich nach einem Insektenstich im Spital stationär behandelt werden. Bis zu 80.000 Österreicher können auf das Insektengift allergisch reagieren.

Wien (OTS) - In den Monaten Juli, August und September herrscht Hochsaison für Bienen, Wespen und andere Insekten. Jährlich mussten 1400 Menschen in den letzten fünf Jahren nach einem Insektenstich stationär behandelt werden, rund zwei Drittel davon wurden in den drei Sommermonaten gestochen. "Im Spätsommer befinden sich Bienen und Wespen auf dem Höhepunkt ihrer Kraft - Nektar gibt es für sie jedoch kaum mehr. Deshalb werden sie zu dieser Zeit verstärkt von Süßem, wie etwa Speiseeis oder Limonade angelockt", weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Vor allem, wenn sich die Insekten bedroht fühlen wie durch hektische Bewegungen, stechen sie zu.

80.000 Österreicher reagieren allergisch

Laut einem Konsensuspapier der Österreichischen Gesellschaft für Allergie und Immunologie können bis zu 80.000 Österreicher auf Bienen- oder Wespenstiche allergisch sein. "Betroffene sind gegen das hochwirksame Eiweißgift allergisch und reagieren darauf innerhalb von wenigen Minuten mit Kreislaufzusammenbrüchen und Atemnot", erklärt Kisser. In solchen drastischen Fällen muss unbedingt der Notarzt gerufen werden - im schlimmsten Fall kann so eine allergische Reaktion sogar tödlich enden. Vor allem Eltern sollten genau beobachten, wie ihr Kind nach einem Stich reagiert. "Kinder werden häufig von Bienen bzw. Wespen gestochen, weil sie im Freien sehr aktiv sind", sagt Kisser. So sind durchschnittlich ein Viertel derjenigen, die nach einem Stich im Spital stationär behandelt werden, 14 Jahre oder jünger.

Woher weiß ich, dass ich allergisch bin?

Übliche Anzeichen für eine Allergie gegen Bienen- und Wespenstiche sind geschwollene Augen oder eine geschwollene Zunge. Hustenreiz und juckender Ausschlag am ganzen Körper können weitere Zeichen für allergische Reaktionen sein. Treten derartige Symptome nach einem Stich auf, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden - auch wenn die Reaktion nicht sehr dramatisch ist. Durch einen Bluttest kann der Arzt eine Allergie feststellen und entsprechend reagieren "Menschen, die so ein Allergie haben, bekommen ein so genanntes Notfall-Set, das Sie immer bei sich tragen sollten. Es besteht aus einer Adrenalinspritze und Antihistamin-Tropfen, die sofort nach dem Stich eingenommen werden müssen", erklärt Kisser.

Was tun, wenn ich gestochen werde?

Auch bei Nicht-Allergikern sind Bienen- oder Wespenstiche meist schmerzhaft. Am besten den Stachel mit einer Pinzette herausziehen und zur Schmerzlinderung die Wunde mit kalten Essigwasser-Umschlägen oder Eiswürfeln kühlen. Die betroffene Körperstelle ruhig stellen und wenn möglich hoch lagern. In der Regel lassen die Beschwerden nach ein bis drei Tagen nach und der Einstich heilt schnell. Falls nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden, ebenso, wenn mehrere Insekten zustechen, da dann eine erhöhte Gifteinwirkung erfolgt. Je rascher die Behandlung erfolgt, desto wirksamer ist sie.

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Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
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