Rudas fordert neue Politik für die Sicherheit arbeitsloser Menschen

Alarmierende AK-Studie - keine Reaktion des Wirtschafts- und Arbeitsministers

Wien (SK) - Ein alarmierendes Bild zeichnet die aktuelle Studie
der niederösterreichischen Arbeiterkammer rund um die Armutsgefährdung arbeitsloser Menschen und bestätigt damit die zahlreichen Analysen der Armutskonferenz: 60 Prozent aller ArbeitnehmerInnen sind armutsgefährdet, wenn sie den Arbeitsplatz verlieren. 33 Prozent aller Arbeitslosen leben schon jetzt unter der Armutsschwelle. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld liegt mit nicht einmal 800 Euro deutlich unter der Grenze der Einkommensarmut. Die Notstandshilfe beträgt durchschnittlich etwa 600 Euro.SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Jugendsprecherin Laura Rudas fordert angesichts dieser Entwicklung dringend eine neue Politik für die Sicherheit arbeitsloser Menschen. ****

"Es ist nicht gerecht, wenn man mehr als 2.150 Euro verdienen muss, um bei einem Jobverlust nicht unter die Armutsschwelle zu rutschen. Vor allem, weil hier auch besonders junge Menschen, Frauen und MigrantInnen betroffen sind", stellte Rudas gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. Als "bezeichnend" kommentierte Rudas die bisherige Null-Reaktion des zuständigen Wirtschafts- und Arbeitsministers Martin Bartenstein.

Anhebung des Arbeitslosengeldes, Mindestsicherung, vorgezogene Steuerreform

"Wenn breite Bevölkerungsgruppen mit ihrem derzeitigen Arbeitslosengeld in die Armutsgefährdung rutschen, müssen wir dringend über eine Erhöhung diskutieren. Denn 55% des Letzteinkommens sind dann offensichtlich zu wenig", so Rudas. Von zentraler Bedeutung sind für Rudas auch die Einführung einer Mindestsicherung und die Vorziehung einer gerechten und nachhaltigen Steuerreform.

Angesichts der aktuellen Studie schlägt Rudas daher die umgehende Aufnahme konstruktiver Gespräche rund um Maßnahmen gegen die Armutsgefährdung vor. Für die Sicherheit arbeitsloser Menschen ebenso, wie auch für jene mit prekären Beschäftigungsverhältnissen, die trotz Arbeitsverhältnis ebenfalls häufig unter der Armutsgrenze leben. (Schluss) ar/mm

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001