Neues Volksblatt: "Fairness" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 14. August 2008

Linz (OTS) - Ob es nun ein Fairnessabkommen gibt oder nicht: Der Nationalratswahlkampf wird so oder so alle Höhen und Tiefen eines Wahlkampfes aufweisen. Und, Hand aufs Herz: Auch bisher haben die diversen Abkommen nicht dazu geführt, dass Wahlkämpfe eine Ähnlichkeit mit der Werbung für die Zimmersprecherinnenwahl im Mädchenpensionat hatten. Selbst SPÖ-Chef Werner Faymann, der sogar in seiner Parteitagsrede den Verzicht auf Schlammschlachten betonte, hielt im gleichen Atemzug fest, er komme auch nicht "aus einem politischen Kloster, sondern aus der Wiener SPÖ". Der Ton, der dort von Michael Häupl zuweilen angeschlagen wird hat Bassenaniveau. Dazu wäre er auch fähig, scheint Faymann gemeint zu haben.
Schade ist es dennoch, dass sich die FPÖ nicht dazu aufraffen konnte, die Symbolik eines Fairnessabkommens mitzutragen. Wer von "dubiosen Gremien" redet, muss sich den guten Willen abstreiten lassen, überhaupt ein solches Abkommen gewollt zu haben. Die Angst der FPÖ, gewisse Themen im Wahlkampf nicht ansprechen zu dürfen, lässt erahnen, was da auf uns zukommen wird. Der Beweis des Gegenteils wäre erwünscht.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001