Abgestuftes Risiko: So werden Treppen unfallsicher!

Hamburg (OTS) - Jeden Tag gehen wir unzählige Stufen - treppauf, treppab - ohne darüber nachzudenken. Da wir das Treppensteigen seit Kindesbeinen viele Tausend Mal geübt haben, funktioniert es quasi vollautomatisch.

Warum es trotzdem oder gerade deswegen häufig zu Unfällen kommt, erklärt Thomas Mössner von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:

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"Stürze passieren sehr oft, wenn die Treppe nicht an die Bedürfnisse der Benutzer angepasst ist, das heißt, wenn sie nicht dem natürlichen Bewegungsrhythmus des Menschen entspricht. So ist es sehr gefährlich, wenn die Treppe zu steil ist oder wenn die Stufen nicht tief genug sind. Dann gerät der Mensch aus dem Tritt, es kommt zu Unsicherheiten und zu Stürzen."

Auch das Geländer spielt für die Sicherheit auf der Treppe eine wichtige Rolle, besonders, wenn Kinder im Haus sind:

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"Das Geländer sollte am besten senkrechte Gitterstäbe aufweisen, die maximal zwölf Zentimeter auseinander liegen, damit Kinder den Kopf dort nicht hindurchstecken können. Waagerechte Streben sollte man nicht verwenden, denn diese verleiten zum Darüberklettern und man muss sagen, Kinder sind wirklich wahre Kletterkünstler."

Für ältere Menschen ist ein stabiler Handlauf wichtig. Dabei gibt es drei Dinge, an die man denken sollte, sagt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus.

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"Zum einen sollte man schon bei ganz wenigen Stufen einen Handlauf anbringen, zum Beispiel, wenn man eine kleine Gartentreppe hat oder den Hauseingang. Der Handlauf als solcher sollte so sein, dass er weder zu dick noch zu dünn ist, man muss ihn mit der Hand gut umgreifen können. Das probiert man am besten schon im Geschäft aus, bevor man den Handlauf kauft. Der dritte Tipp ist, dass der Handlauf als solcher ein gutes Stück über die Treppe hinausragen sollte, damit man wirklich sicher steht zu ebener Erde und dann weitergehen kann."

Auch die richtige Beleuchtung macht eine Treppe sicherer. Vor allem sollten die Stufen sowohl beim Herauf- als auch beim Heruntergehen gut zu erkennen sind. Weitere Tipps und Informationen zum Thema "Sichere Treppe" gibt es im Internet unter www.baua.de, der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dort einfach das Wort "Treppe" ins Suchfeld eingeben.

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Rückfragen & Kontakt:

Thomas Mössner, BAuA,
Tel.: 0351 5639 5436,
moessner.thomas@baua.bund.de
Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS,
Tel.: 040 / 29 81 04 62,
s.woelk@das-sichere-haus.de

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