Neubauer, Kickl zu Buchinger: Wahlkampftaktische Verzögerungen auf dem Rücken der Senioren!

Skandalöse Unterdrückung einer Studie zu den Bedürfnissen österreichischer Senioren

Wien (OTS) - "Sozialminister Buchinger wird morgen eine mit >Seniorengerechte Produkte< übertitelte Studie vorstellen", berichtet FPÖ-Seniorensprecher NAbg Werner Neubauer, auch Generalsekretär des Österreichischen Seniorenringes. "Daran ist nichts auszusetzen, außer dem Datum der Präsentation. Bereits im Herbst des Vorjahres sind über 500 über 70jährige zu ihren Bedürfnissen befragt worden. Im November 2007 war die Studie fertig. Der Sozialminister hat es aber nicht der Mühe wert befunden, die Untersuchungsergebnisse offenzulegen. Er ist neun Monate damit schwanger gegangen, um sie jetzt im Wahlkampf hervorzuzaubern und sich für die Interessen der Senioren in unserem Land in die Brust zu werfen."

Buchinger habe die Senioren damit im Unklaren gelassen, was verbessert werden soll und was verbessert werden kann. "Das ist eines Sozialministers und eines Sozialdemokraten unwürdig", befindet Neubauer. "Das ist berechnend und verwerflich." Immerhin, begründet Neubauer, gehe es in der Studie um wesentliche Alltagsbedürfnisse der Senioren, die aufgrund der Verzögerungstaktik Buchingers für neun Monate auf Eis gelegt worden seien.

Wo haben Österreichs Senioren Probleme, in welchen Bereichen des täglichen Lebens wünschen sie sich Verbesserungen? Dies sei der Zugang der Studie, erläutert der freiheitliche Sozialsprecher und Generalsekretär NAbg Herbert Kickl. "Es ging in der Befragung um den Bedarf an seniorengerechten Produkten, dem von Herstellerseite, so das Ergebnis, bis dato zu wenig Rechnung getragen wird. Dass diese Bedürfnisse kein Randgruppenthema sind, belegt die Statistik, der zufolge 950.000 Menschen in Österreich leben, die über 70 Jahre alt sind. Sie alle fühlen sich mit Fug und Recht vom Sozialminister im Regen stehen gelassen."

Es handle sich schließlich nicht um ungebührliche Begehrlichkeiten oder gar Privilegien, sondern um selbstverständliche Erleichterungen des Alltags, die die Pensionisten benötigten, so Kickl. "Es geht um einfache Dinge wie die Verständlichkeit von Bedienungsanleitungen oder Versicherungsverträgen, zu kleine Tastaturen oder die Schriftgröße bei Preisausschilderungen und Ablaufdaten. Sehschwäche im Alter ist weit verbreitet. 62 Prozent der über 70jährigen leiden an gesundheitlichen Problemen und haben ein verständliches Bedürfnis, Beipackzettel entziffern zu können."

Punkto Mobilität gilt das gleiche Bedürfnis, das sich aus einem selbstverständlichen Recht ableitet, führt Kickl weiter aus. "Hier ist Buchingers Parteikollege Faymann aufgerufen, endlich zu handeln und für die bessere Übersichtlichkeit auf Bahnhöfen, Bahnkarten und Fahrplänen zu sorgen und sich für bedienerfreundliche Fahrkartenautomaten einzusetzen."

"83 Prozent der Befragten melden konkrete Wünsche und damit verbundene Verbesserungsvorschläge an", stellt dazu Werner Neubauer fest. "Der Sozialminister weiß davon seit neun Monaten. Es ist ein beispielloser Skandal, dass er die Ergebnisse der Studie dennoch ignorierte und sie aus wahltaktischem Kalkül bis morgen unter Verschluss halten wollte. Sollte er morgen dazu aufrufen, dass die Bedürfnisse der österreichischen Senioren ernst genommen werden müssen, setzt das der Verhöhnung einer knappen Million Österreicher, die Maßgebliches für dieses Land geleistet haben, die Krone auf. Schämen Sie sich, Herr Minister Buchinger!", so Neubauer abschließend.

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