BM Hahn: Österreich ist Nettoempfänger von EU-Mitteln für Forschung und Entwicklung

Neues Logo kennzeichnet, wo mit EU-Mitteln geforscht wird

Wien (OTS) - "Wer die europäische Integration in Frage stellt, schadet dem Forschungs- und Innovationsstandort Österreich", eröffnet Forschungsminister Johannes Hahn die heutige Pressekonferenz bei der Bilanz und Ausblick für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Österreich, sowie eine neue Kennzeichnung für Forschungsprojekte die mit EU-Geldern gefördert werden, präsentiert wurden. Erst gestern wurde im Ministerrat die bessere Information und Kennzeichnung von EU-geförderten Projekten beschlossen.

"Forschung ist heute international vernetzt und profitiert von der Europäischen Union. Die bisher sieben Forschungsrahmenprogramme sind eine europäische Erfolgsgeschichte und haben dazu beigetragen, Europas Wissenschaft und Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten und in vielen Bereichen an die Weltspitze zu führen", so der Forschungsminister. Österreich ist mittlerweile Nettoempfänger bei den zentral vergebenen Fördermittel der EU für Forschung. Gemessen am fiktiven Finanzierungsbeitrag Österreichs konnten im 6. Forschungsrahmenprogramm zwischen 2002 und 2006 117 Prozent durch erfolgreiche Projekte wieder zurückgeholt werden. Im 6. Forschungsrahmenprogramm wurden 1.314 Projekte im Umfang von 425 Millionen Euro EU-Mittel gefördert. 211 Einzelprojekte davon werden von österreichischen Forscher/innen geleitet. Dies ist eine wesentliche Steigerung gegenüber den Vorgänger-Rahmenprogrammen (4. RP 1994-1998: 70 Prozent, 5 RP 1998-2002: 104 Prozent). Seit dem EU-Beitritt hat Österreich insgesamt 911 Millionen Euro für über 4500 Projekte erhalten. "Diese Zahlen belegen den Erfolgsweg Österreichs in der europäischen Forschungslandschaft", sagt Hahn.

Im 7. Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) liegt Österreich bereits im ersten Jahr mit 513 Beteiligungen an geförderten Projekten unter den Top-Ten der EU-27. Für den gesamten Zeitraum stehen der europäischen Forschung mehr als 52 Milliarden Euro zur Verfügung. Erstmals wird von der EU auch Grundlagenforschung mit insgesamt 7,5 Milliarden Euro gefördert.

Um hinkünftig auch klar sichtbar zu machen, welche Forschungsprojekte in Österreich erst mithilfe von EU-Geldern ermöglicht werden, verpflichten sich Fördernehmer ab 1. September 2008, eine entsprechende Auszeichnung auf Aussendungen, Berichten, Publikationen u.ä. für ko-finanzierte Forschungsprojekte zu verwenden. "Es soll auch EU draufstehen, wo EU drin steckt", so Hahn abschließend.

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