ÖSTERREICH: Van der Bellen will neue Vermögensbesteuerung

Grünen-Chef: "Fordern ein halbes Prozent auf Nettovermögen mit einem Freibetrag von 100.000 Euro pro Kopf"

Wien (OTS) - Der Grüne Parteichef Alexander Van der Bellen geht weiter auf Distanz zu einer Schwarz-Grünen Koalition. Nach seiner scharfen Kritik an der VP-Ausländerpolitik macht er im ÖSTERREICH-Interview (Dienstag-Ausgabe) eine neue Front auf. Er fordert dezidiert eine neue Vermögenssteuer. "Wir fordern ein halbes Prozent auf Nettovermögen. Mit einem Freibetrag von 100.000 Euro pro Kopf, für die Kinder zusätzlich, damit Normalfälle, wie verschuldete Hausbauer, nicht der Steuerpflicht unterliegen. Wenn aber das Haus abgezahlt ist und die Kinder aus dem Haus sind, würde man hier mit moderaten Steuersätzen zwei Milliarden Euro pro Jahr erzielen".

Die nächste Regierung müsse angesichts nötiger Investitionen im Bildungs- und Pflegebereich neue Einnahmequellen erschließen."In unserem Steuersystem wird Arbeit hoch besteuert, während die Vermögensbesteuerung gegen Null tendiert. Wir könnten ruhig Anleihen bei erzkapitalistischen Staaten wie Großbritannien, USA nehmen und eine moderate Vermögenssteuer einführen", fordert Van der Bellen in ÖSTERREICH. Der Grünpolitiker bezieht sich bei seiner Forderung auf ein ihm vorgelegtes Konzept von WIFO-Forscher Stephan Schulmeister.

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