Pflege: BZÖ fordert Erhöhung des Pflegegeldes um 10 Prozent verbunden mit dauerhafter Wertsicherung

Wien 2008-08-11 (OTS) - BZÖ-Sozialsprecherin Ursula Haubner sieht in der heute verkündeten Einigung bei der Pflege "nur einen Tropfen auf dem heißen Stein. Um die inflationsbedingten realen Verluste beim Pflegegeld nur auszugleichen, ist eine Erhöhung von 10 Prozent das Mindeste", so Haubner. Ebenfalls fehle komplett, dass das Pflegegeld anschließend jährlich gesetzlich wertgesichert wird. "Pflege muss leistbar, qualitätsvoll und sicher sein. Rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in ganz Österreich werden nach wie vor zu Hause betreut und gepflegt. Damit aber die pflegebedürftigen Menschen trotz vielfältiger Einschränkungen ein relativ selbstständiges Leben im eigenen Haushalt führen können, muss das Pflegegeld entsprechend angehoben werden. Es muss daher eine einmalige Erhöhung des Pflegegeldes um 10 Prozent verbunden mit einer dauerhaften Valorisierung umgehend durchgeführt werden", fordert Haubner.

Unverständlich ist für Haubner auch die unterschiedliche Behandlung der einzelnen Pflegestufen. "Jeder Österreicher hat das Recht auf sichere und leistbare Pflege. Auch ein Pflegebedürftiger der zwar keine 24 Stunden Betreuung benötigt, hat reale Kaufkraftverluste erlitten und ist auf Hilfe angewiesen. Hier zwischen Pflegebedürftigen zu differenzieren ist unsozial und ungerecht", so Haubner, die hier auch darauf hinweist, dass Pflegebedürftige der höchsten Stufen fast vollständig nur mehr in Heimen gepflegt werden können, die Erhöhung des Pflegegeldes damit hauptsächlich den Heimbetreibern zugute komme. Zu wenig, ungerecht und unsozial -wieder einmal haben SPÖ und ÖVP eine Möglichkeit verpasst, den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eine echte finanzielle Entlastung oder zumindest eine finanzielle Entlastung zu schaffen", betont Haubner abschließend.

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