BZÖ-STRUTZ: Österreich verliert mit Sinowatz einen bedeutenden Politiker der Nachkriegsgeneration

Sinowatz stand für Schulreformen und gegen Ausgrenzung

Wien 2008-08-11 (OTS) - "Mit Alfred Sinowatz verliert Österreich einen bedeutenden Politiker der Nachkriegsgeneration. Sinowatz steht für bedeutende Schulreformen und hat gerade im Bildungsbereich viel für die Chancengleichheit von Österreichs Kindern umgesetzt", so BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz in einer Reaktion auf das Ableben des ehemaligen Bundeskanzlers Alfred Sinowatz. Sinowatz habe als Nachfolger von Bruno Kreisky kein leichtes Erbe angetreten, sei aber im Gegensatz zu seinen Nachfolgern als SPÖ-Chef und Bundeskanzler kein Ausgrenzer gewesen, sondern habe quer über alle Parteigrenzen die Zusammenarbeit und das Miteinander gesucht.

Strutz betonte auch, dass "Sinowatz für seine Handschlagqualität geschätzt wurde - eine besondere Qualität der Nachkriegsgeneration, welche mittlerweile leider großteils verloren gegangen ist.". Sinowatz sei auch einer der bedeutendsten Bildungspolitiker der zweiten Republik gewesen. Unter Sinowatz Amtszeit als Bundesminister für Unterricht und Kunst fällt die Einführung von Gratisschulbüchern und Schülerfreifahrten, die Errichtung höherer Schulen in den Bezirkshauptstädten, die Einführung der Schul- und Heimbeihilfen, die Abschaffung der Aufnahmsprüfung für die AHS, neue Schultypen wie das Oberstufenrealgymnasium und die flächendeckende Koedukation wurden eingeführt. "Sinowatz hat Meilensteine für ein soziales Österreich gesetzt", so Strutz, der abschließend der Familie des Verstorbenen sein tief empfundenes Mitgefühl aussprach.

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