Stellplatzdiskussion - SP-Lindenmayr : Gläsernes ´Flying-Box-Garagen-System` wegen zahlreicher ernst zu nehmender Bedenken in Wien noch nicht realisiert

Wien (SPW-K) - "Wien braucht nicht selbst Prototypen der so
genannte ´Flying-Box-Systeme´ zu entwickeln, weil es diese Form von Stellplatzbereitstellung für Kfz technisch bereits längst gibt", erklärte Montag SP-Gemeinderat Siegi Lindenmayr, Mitglied des Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, zu der Forderung des Planungssprechers der Wiener ÖVP, Gemeinderat Hoch, solche Systeme am Rande von Grün- und auf Freiflächen in Wien zu errichten. Es hätten, so Lindemayr, bereits vor einiger Zeit die Stadt selbst so wie mehrere Bezirke Überlegungen darüber angestellt, bislang sei die Realisierung aber an zahlreichen Bedenken und Sachverhalten gescheitert. Kollege Hoch habe also nichts Neues präsentiert.

Als wesentlichste Hinderungsgründe nannte Lindenmayr die ablehnende Haltung vieler Anrainerinnen über dieses System und die hohen Errichtungskosten pro Stellplatz z.B. auf besonders teuren Grundstücken in den innerstädtischen Bezirken. Viele BewohnerInnen von Wohnungen am Stadtrand bzw. in Grüngebieten würden sich gegen eine Verminderung des Grünraumangebots wehren. Zudem seien in den dichter verbauten Gebieten oftmals gar keine geeigneten Grundstücke vorhanden. Auch würde es schwerwiegende stadtgestalterische Bedenken geben. Die Interessenskonflikte zwischen den BürgerInnen bei der Nutzung von Baulücken seien besonders stark ausgeprägt. Während sich die einen für die Errichtung von günstigen Wohnungen aussprechen, votieren andere wieder für die Schaffung - und nicht für die Vernichtung - von Grünraum in Form von Parks usw. Lindenmayr: "Nicht jedermanns Sache ist es, vor ihren Fenstern mit in der Nacht hell erleuchteten Parkplatztürmen konfrontiert zu sein. Auch die auf einen Punkt konzentrierte PKW-Zu- und Ausfahrt stößt, wie oftmals bei den anderen Garagen auch, auf heftige Ablehnung von Anrainern.

"Die Stadt nimmt jedenfalls die Bedenken der BürgerInnen, aber auch die anderen mit der Errichtung von gläsernen Hub-Hoch und sonstige Garagen bestehende Fragen ernst, wägt Vor- und Nachteile genau ab. Auch wenn etwas auf den ersten Blick durchaus überlegenswert erscheint, so stellt sich dann oft heraus, dass der Teufel im Detail sitzt. Locker vom Hocker gefordert ist in der Regel etwas anderes als die Möglichkeit, dies auch zu verwirklichen. Das ist auch beim gläsernen Flying-Box-Hoch-Garagen-System der Fall", schloss Lindenmayr. (Schluss)

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