"Armutskonferenz" fordert Erhöhung des Arbeitslosengeldes

Notwendiger Schritt zur Armutsvermeidung

Wien, 11.8.08 (KAP) Die "Armutskonferenz" fordert eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes. Ein durchschnittliches Einkommen reiche nicht mehr aus, damit das Arbeitslosengeld über der Armutsschwelle liegt, so die "Armutskonferenz" am Montag in einer Presseaussendung. Eine Erhöhung der Nettoersatzrate sei deshalb ein notwendiger Schritt zur Armutsvermeidung. Österreich liege mit der Höhe der Arbeitslosenleistungen im Hinblick auf vergleichbare OECD-Länder im unteren Drittel. "Der EU-Durchschnitt der Ersatzrate liegt bei 70 Prozent, Österreich bei 55 Prozent", so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk.

Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes und die Anpassung an die Teuerung müsse Teil eines "Mindestsicherungs-ABC" sein, fordert die "Armutskonferenz", der zahlreiche christliche Organisationen angehören. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld ist heute - laut Arbeiterkammer - real vier Prozent weniger wert als im Jahr 2000. Noch schlechter ist die Situation bei der Notstandshilfe: Sie hat inflationsbereinigt seit dem Jahr 2000 sogar um acht Prozent an Wert verloren. (forts.mgl.)
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