Leopold Museum: Jährliche Schwerpunktausstellungen über Secessionskünstler geplant

Internationale Kooperationsabkommen untermauern "Wien 1900"- Kompetenzzentrum

Wien (OTS) - Nach der erfolgreichen Koloman Moser Ausstellung und der eben eröffneten Neupräsentation der Sammlung Leopold mit Schwerpunkt "Wien 1900" planen die beiden Museumsdirektoren Rudolf Leopold und Peter Weinhäupl jährliche Sonderausstellungen zu diesem Thema. Zunächst sollen die wichtigsten Künstler und Mitbegründer der Wiener Secession in großen Retrospektiven aus dem Schatten der Vergangenheit geholt werden.

Secessionsgebäude und K.K. Seebad Grado

Dazu wurden vergangene Woche zwei wichtige Kooperationsabkommen für Ausstellungen über Joseph Maria Olbrich (2010) sowie Joseph Maria Auchentaller (2009) unterzeichnet. Olbrich gilt als genialer Architekt und Designer und hat unter anderem das Wiener Secessionsgebäude und das Haus für Hermann Bahr errichtet.

Auchentaller war ein Meister des Kunsthandwerks und der Illustration (für Zeitschriften wie "Jugend" und "Ver Sacrum"). Berühmt wurden seine Jugendstil - Werbeplakte wie beispielsweise für das k.k. Seebad Grado.

Kooperationspartner für Olbrich wird das Institut Mathildenhöhe in Darmstadt sein. Darmstadt gilt als zweite Heimat Olbrichs, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen holte Olbrich 1899 von Wien nach Darmstadt und beauftragte ihn mit dem Bau einer Künstlerkolonie, die heute zu den bedeutendsten Jugendstilensembles Europas zählt. Kooperationspartner für Auchentaller sind seine Nachlassverwalter in Italien. Der bisher unbekannte Nachlass des Secessionisten wurde in den vergangenen Jahren erstmals wissenschaftlich bearbeitet. "Dabei ergaben sich interessante Details über die Gründung der Wiener Secession, die wir dem Publikum präsentieren werden", stellte Professor Rudolf Leopold fest. "Im Jahr 2011 möchte ich dann auch noch Josef Hofmann in einer großen Schau zeigen" verrät Leopold.

Leopold Museum als Kompetenzzentrum "Wien 1900"

Im Leopold Museum arbeitet man unterdessen an der Neupräsentation der größten Schiele-Sammlung der Welt. "Schiele soll als Person noch stärker präsentiert werden, wir müssen unsere Position als erstes Haus Wiens zum Thema "Wien 1900" entsprechend untermauern" kommentiert Peter Weinhäupl die Aufgabe der nächsten Jahre. "Dem kürzlich im Prestel Verlag erschienenen Egon Schiele - Gedichteband wird ein aktualisiertes Gemäldeverzeichnis über Schiele folgen. Wir müssen das umfangreiche Schiele-Wissen Professor Leopolds entsprechend dokumentieren, sonst geht ein unwiederbringlicher Schatz für die österreichische Kunstgeschichte verloren" so Weinhäupl weiter.

Weitere Ausstellungspläne:

Herbst 2008: Der Meister der Neuen Sachlichkeit. Christian Schad Frühjahr 2009: Ernst Barlach und die Skulptur des Expressionismus Sommer 2009: Joseph Maria Auchentaller Herbst 2009: Munch, Ensor, Kubin. Das unheimliche in der Kunst.

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Leopold Museum - Privatstiftung
Mag. Tina Achatz, tina.achatz@leopoldmuseum.org

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