Zinggl zu Sammlung Leopold: Handlungsbedarf immer dringender

Grüne: Rückgabegesetz so ändern, dass auch die Stiftung Leopold zur Rückgabe unrechtmäßig erworbenen Besitzes verpflichtet wird

Wien (OTS) - "Wir wissen längst, dass Leopold haufenweise geraubte Kunstwerke besitzt und das nicht zugeben will, weil sich sonst die Frage aufdrängt, warum er diese Bilder nicht zurückgibt", so Wolfgang Zinggl. Kultursprecher der Grünen, anlässlich eines Berichts des am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazins ´profil´. Deshalb haben die Grünen bereits zu Jahresbeginn als ersten Schritt eine unabhängige Provenienzforschung gefordert. Dieser Forderung ist Ministerin Schmied immerhin im April nachgekommen.

"Mittlerweile vergeht kein Monat, in dem nicht neue Erkenntnisse veröffentlicht werden, die das Ausmaß unrechtmäßig erworbener Bilder in der Sammlung Leopold zeigen, die immerhin um sehr viel Geld vom Staat angekauft wurde. Unsere zweite Forderung allerdings, die Rückgabegesetze so zu ändern, dass auch die Stiftung Leopold, wie alle Bundesmuseen, zur Rückgabe unrechtmäßig erworbenen Besitzes verpflichtet wird, wurde von Ministerin Schmied auf Eis gelegt. Wir werden keine Ruhe geben, das weiter einzufordern - egal von welcher Regierung - bis ein entsprechendes Gesetz beschlossen ist", so der Kultursprecher der Grünen.

"Je deutlicher das Ausmaß unrecht erworbenen Gutes in der Sammlung wird, umso drängender erhebt sich ein Handlungsbedarf und die Frage:
Warum geschieht nichts?", so Zinggl.

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