Georgien: Rotes Kreuz höchst besorgt über humanitäre Lage

Das humanitäre Völkerrecht muss eingehalten werden

Wien (Rotes Kreuz) - Die humanitäre Lage in der Konfliktregion hat sich dramatisch verschlechtert", berichtet der Rotkreuz-Delegationsleiter Dominique Liengme aus Tiflis. "Wir sind sehr besorgt über die Auswirkungen des Konfliktes auf die Zivilbevölkerung. Die Menschen sind verschreckt und verstecken sich in ihren Häuser. Sie brauchen dringend unsere Hilfe." In einigen Regionen ist weder Elektrizität noch Wasserversorgung vorhanden, die Infrastruktur sowie Kommunikationswege sind zusammengebrochen.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ruft alle Konfliktparteien auf, humanitären Organisationen uneingeschränkten Zugang zu den betroffenen Gebieten zu gewähren. "Insbesondere medizinisches Personal und Ambulanzen müssen die Verwundeten und Kranken erreichen können", so Liengme.
Das Rotes Kreuz appelliert an alle Parteien, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Zu jeder Zeit muss zwischen Zivilisten und militärischen Akteuren unterschieden werden. Verwundete und Kranke haben in jeder Situation ein Recht auf Hilfe und Versorgung.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist seit 1992 in der Region präsent und im Rahmen seines Mandats unter anderem für die medizinische Notversorgung der Bevölkerung in der Konfliktsituation zuständig.

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