"KURIER"-Kommentar von Magdalena Rauscher-Weber: "Grün ist die Hoffnung"

Die Grünen haben eine gute Ausgangsposition, aber schlechte Aussichten.

Wien (OTS) - Eine gute Ausgangsposition ist kein Garant für ein erfolgreiches Rennen. Das gilt derzeit besonders für die Grünen. Nach 22 Jahren im Parlament will die Ökopartei endlich in die Regierung. Sie wird von SPÖ und ÖVP regelrecht umworben. Gleichzeitig ist es aber mehr als fraglich, ob die Grünen stark genug werden, um einer anderen Partei zu einer Regierungsmehrheit zu verhelfen. Dabei wären die Voraussetzungen für die Stärkung einer Oppositionspartei eigentlich bestens: Rot/Schwarz ist gescheitert, eine Neuauflage wird abgelehnt. Noch nie gab es so viele
frustrierte Wähler. Doch diese Protestwähler werden eher von der FPÖ oder von Fritz Dinkhauser angesprochen.
Apropos Kleinparteien: Wenn eine weitere Gruppe ins Parlament kommt, erhöht das die Chance auf eine Dreier-Koalition. Die Grünen fühlen sich wohl mit den Liberalen - kein Wunder, sprechen doch beide die gleichen Wählerschichten an. Statt einander zu ergänzen, nimmt man einander Wähler weg. Die Konkurrenz spricht gegen beide. Kann also gut sein, dass die Grünen noch einmal an der Regierungsbank vorbeistolpern.
Aber das Rennen hat ja erst begonnen. Schließlich ist Grün die Farbe der Hoffnung.

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