SP-Vettermann an VP-Cortolezis-Schlager: Auch PISA unterstreicht Vorzüge der Vorschule

Wien (SPW-K) - "Wien lässt sich in seiner Bildungspolitik von Vernunft und vor allem von dem, was für die Kinder gut ist, und nicht von Opportunismus leiten. Deshalb tritt die Wiener SPÖ auch für Einführung der Vorschule für Kinder ab dem fünften Lebensjahr ein. Einmal mehr unterstreicht auch die jüngste Behauptung von VP-Gemeinderätin Cortolezis-Schlager, das Vorschuljahr sei ein grober Unfug, wie unsachlich, ja überheblich die Wiener ÖVP mit dem ernsten Thema Bildung und Persönlichkeitsentwicklung für unsere Jüngsten umgehe", stellte der Bildungssprecher der Wiener ÖVP, Gemeinderat Vettermann, zu den heutigen Aussagen Cortolezis-Schlager zum Thema Vorschule und Kindergarten fest. Genau die gleichen, unsachlichen Äußerungen, wie sie die ÖVP derzeit mache, habe es auch schon von konservativer Seite zu den großen Schulreformen Otto Glöckels in der Ersten Republik gegeben.

" Einmal mehr würden in der Argumentation Cotolezis-Schlager gegen die Vorschule die sachlichen Pro-Argumente wie ebenso die Schlüsse der PISA-Studie zu dieser Thematik völlig ignoriert", so der SP-Bildungspolitiker weiter. Vettermann: "Für ein verpflichtendes Vorschuljahr spricht vor allem die Tatsache, dass Kinder schon sehr früh eine intensive Förderung erfahren. Gerade im Alter zwischen 3 und 6 Jahren lernen Kinder so schnell und auf spielerische Art und Weise wie niemals wieder in ihrem Leben. Genau diese Phase sollte für eine intensive Förderung genutzt werden und allen Kindern eine einjährige Vorschule zugänglich gemacht werden. Dazu gehört die Sprachförderung ebenso wie das Entwickeln sozialer und kommunikativer Fähigkeiten u.v.m. Durch Förderung entsteht auch Bildungsgerechtigkeit: Alle Vorschulkinder starten besser vorbereitet in die Volksschule und das Leistungsniveau steigt in der gesamten Klasse. Somit setzt man Ressourcen ganz gezielt früh ein und erspart sich spätere, aufwändigere Fördermaßnahmen", unterstrich Vettermann die Vorzüge des Vorschulmodells.

"Auch PISA untersuchte den Zeitaufwand der Schülerinnen und Schüler für das Lernen und kam zu dem Schluss, dass jene, die im Vorschulalter mehr Zeit mit Lernen verbracht hatten, besser abschneiden", so der Mandatar. "PISA deckte zudem einen besonders interessanten Zusammenhang zwischen der Leistung und der in das Lernen investierten Zeit auf: Schülerinnen und Schüler, die an Vorschulprogrammen teilgenommen haben, erzielen als 15-Jährige häufig deutlich bessere Ergebnisse. In neun OECD-Ländern war dieser Effekt besonders stark und schwankte zwischen einer halben Kompetenzstufe und knapp über einer Kompetenzstufe auf der Mathematikskala (30-73 Punkte). Daraus lässt sich", so Vettermann, "schließen, "dass von Investitionen in die Vorschulbildung Effekte ausgehen können, die selbst nach acht bis zehn weiteren Bildungsjahren in der Schülerpopulation noch deutlich sichtbar und weit verbreitet sind -und in einigen Fällen bei sozial benachteiligten Schülern sogar stärker ausfallen" - , betonte Vettermann. Aber die Anliegen sozial Benachteiligter sind bekanntlich für die ÖVP - siehe Regierung Schüssel - nie ein echtes, sondern nur ein Scheinanliegen gewesen. Die Bildung und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sind viel zu ernst, um, so wie dies die ÖVP gerade macht, mit diesem Thema eine rein opportunistische Politik zu betreiben", schloss Vettermann. (Schluss)

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