Falter beobachten und zählen

Machen Sie mit bei der Schmetterlings-Suche und helfen Sie, Tagfalter zu schützen

Wien (OTS) - Über 200 Tagfalter fliegen in Österreich. Aber viele von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Hier wollen NATURSCHUTZBUND und "die umweltberatung" mit Unterstützung des Lebensministeriums jetzt Abhilfe schaffen. Und dabei kann jeder einzelne mithelfen, die Schmetterlinge besser zu schützen, indem er sie beobachtet, zählt und seine Ergebnisse online meldet: Auf naturbeobachtung.at, das nun um einen großen Schmetterlingsschwerpunkt erweitert wurde, findet man auch Steckbriefe und Bildertafeln zu den heimischen Arten. So kann man die Schmetterlinge kennen lernen, einfach bestimmen und zu ihrem Schutz beitragen. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit.

Schmetterlinge bilden die artenreichste Ordnung der Insekten. Doch während weltweit noch immer neue Arten entdeckt werden, sind viele unserer heimischen Schmetterlingsarten bereits vom Aussterben bedroht. Zahlreiche der 206 in Österreich heimischen Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. "In den meisten Fällen haben wir Menschen ihren Lebensraum massiv beeinträchtigt. Gerade in den Städten und in dicht besiedelten Gebieten sinkt mit der zunehmenden Verbauung und Flächenversiegelung die Möglichkeit für Tagfalter, entsprechende Lebensräume für die Eiablage, die Raupenentwicklung, aber auch die Nektaraufnahme zu finden. Es ist mir deshalb ein besonderes Anliegen, den Schutz dieser Tiere zu verstärken und ich begrüße die Initiative des NATURSCHUTZBUNDes und der Umweltberatung mit dem Tagfalter-Monitoring dazu beizutragen", sagt Umweltminister Josef Pröll.

"Wo wie viele Schmetterlinge von welcher Art fliegen, das sind wichtige Informationen für den Schmetterlingsschutz. www.naturbeobachtung.at bietet die Möglichkeit, die relevanten Dateien einfach zu erfassen. Wir bitten alle, ihre Schmetterlingsbeobachtungen auf dieser Website zu melden. Denn je mehr aktuelle Informationen wir über diese sensiblen Tiere besitzen, desto besser können wir auf ihre Bedürfnisse eingehen - zum Beispiel bei der Gestaltung von Grünanlagen und Gärten", sagt Manfred Pendl von "die umweltberatung" Wien.

In einer Voruntersuchung mit 12 ausgewählten Schmetterlingsarten konnten seit dem Frühjahr 2007 bereits mehr als 21.000 Individuen registriert werden. Zu den am häufigsten gemeldeten Schmetterlingen zählten dabei Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Schachbrettfalter und Zitronenfalter. Aber auch über die relativ seltenen Apollofalter, Trauermantel und Wiener Nachtpfauenaugen trafen viele wertvolle Beobachtungen ein.

"Wegen der guten Ergebnisse der Voruntersuchung erhoffen wir uns von der Möglichkeit, alle Tagfalter melden zu können, wertvolle Daten vor allem zu weniger bekannten Arten. Gleichzeitig wollen wir den Beobachtern aber auch ein kostenloses Service bieten. Unser nächstes Ziel ist es deshalb, für alle 206 Arten eine ausführliche Beschreibung mit Bildern anzubieten. So ist es möglich, alle heimischen Arten sicher über www.naturbeobachtung.at zu bestimmen. Die ersten Steckbriefe sind bereits online, weitere werden laufend ergänzt", sagt Dagmar Breschar, Pressesprecherin des NATURSCHUTZBUNDes.

Ein buntes Schmetterlingsposter mit Abbildungen von 44 Arten ist auf www.umweltberatung.at downloadbar und bei "die umweltberatung" unter 01/803 32 32 erhältlich.

Bilder zu diesem Thema gibt´s auf www.naturschutzbund.at >presse >bilder

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Lebensministerium
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Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

Mag. Dagmar Breschar, Pressesprecherin des NATURSCHUTZBUNDes Österreich,
Tel. 0662 / 64 29 09 - 19, dagmar.breschar@naturschutzbund.at

DI. Sabine Seidl , "die umweltberatung",
T 0676/66 88 575, sabine.seidl@umweltberatung.at

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