SP-Hora ad Walter und Stenzel: Umweltfreundliche Elektroautos derzeit leider noch unausgereift

Bei problemloserer Technik und verstärkter Nachfrage Förderung von Seiten Wiens wieder überlegenswert

Wien (OTS) - Als "reinen Showeffekt, mit dem Ziel, eine an und für sich gute Sache parteipolitisch zu vereinnahmen und dieser damit wegen vorläufig nicht umsetzbarer Erwartungshaltungen letztlich Schaden zuzufügen", bezeichnete Donnerstag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Karlheinz Hora, die Forderung von VP-Stadtrat Walter und VP-Bezirksvorsteherin nach kräftiger Förderung von Elektroautos durch die Stadt. "Die Förderung für Elektro-Kfz hat in Wien schon in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegeben. Bedauerlicherweise war trotz der Errichtung von über 50 Stromtankstellen, eines hohen finanziellen Zuschusses seitens der Stadt für die Anschaffung von Elektroautos sowie mehrerer Werbekampagnen die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen so extrem gering, dass die Aktion nach einigen Jahren wegen Nicht-Inanspruchnahme eingestellt werden musste", so Hora.

"Die Ursachen für den Misserfolg des Elektroautos waren damals die gleichen wie sie es heute sind", Hora. "Reine Elektroautos sind derzeit noch mit riesengroßen Problemen behaftet. Die zur Verfügung stehenden Batterien weisen ein relativ hohes Gewicht auf, die Autos sind zu schwer - was ja auch das von Walter und Stenzel angeführte Beispiel unterstreicht - sind sehr teuer, haben vor allem bei Kälte eine geringe Reichweite, die Aufladung der Batterien nimmt viel Zeit in Anspruch. Deshalb sieht die Autoindustrie derzeit im gemischten Benzin-Elektrobetrieb (Hybrid) ein erfolgversprechenderes Modell als im reinen Elektroauto", erläuterte Hora die derzeitige Situation in diesem Bereich. "Wenige Leseminuten für einen in der jüngsten Ausgabe des Spiegels gedruckten Artikel über die Probleme mit dem Elektroauto hätten genügt, um sich ein eingehenden Bild über die derzeit noch wenig erfreuliche Situation zu machen, statt gleich taxfrei Forderungen mit postwendenden Erfüllungswunsch an die Stadt zu richten. Die Empfehlung für Stadtrat Walter wäre, verstärkt die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. In diesen hätte er die Gelegenheit gehabt, die notwendige Zeit aufzubringen, um den Spiegel-Beitrag zu lesen", erklärte Hora.

Seiner Meinung mache die neuerliche namhafte finanzielle Unterstützung für den Ankauf von Elektro-Autos nur dann wirklich Sinn, wenn ausgereiftere Modelle erhältlich sind, so der Gemeinderat. Dann wird sicherlich auch die Stadt bereit sein, sowohl deren Anschaffung spürbar zu fördern und die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Schnellschüsse aus der Hüfte sind jedenfalls nicht der richtige Weg", schloss Hora. (Schluss)

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