Krampfadern: Qualitätssicherung bei Stützstrümpfen

VKI testet Wiens Bandagisten

Wien (OTS) - Geschätzt jede zweite Österreicherin und jeder dritte Österreicher leidet irgendwann unter Krampfadern (Varizen). Krampfadern entstehen, wenn die Venen das Blut nicht mehr ausreichend zum Herz zurück transportieren können und sich das Blut dadurch staut. Der dadurch entstehende Druck auf die Gefäßwände lässt die Venen anschwellen und zu Krampfadern werden. Die Sozialversicherung wendete bei der Kostenübernahme von rund 175.000 abgegebenen Kompressionsbehelfen Gesamtkosten in Höhe von ca. 4,9 Mio. Euro im Jahr 2007 auf.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) unterzog im Rahmen seiner Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger Kompressionsbehelfe zur Therapie von Krampfadern einem Test, der drei Komponenten umfasste. Dabei wurden sowohl Beratung durch die Bandagisten, die Vermessung der Beine sowie die Auswahl der passenden Produkte bewertet. Das Ergebnis zeigte, dass bei der Beratung noch der Großteil der Bandagisten eine gute Figur machte, es ergaben sich jedoch bei der Abgabe von Kompressionsbehelfen Mängel aus medizinischer Sicht, und zwar betreffend die Beinvermessung und Produktauswahl. Daher wird den Patienten angeraten, auf eine exakte und vollständige Vermessung der Beine zu achten und die Stützstrümpfe anzuprobieren. Zum Testziel erklärte der stellvertretende Generaldirektor des Hauptverbandes Dr. Josef Probst, dass selbstverständlich - zumindest stichprobenartig -die Qualität der Vertragspartner zum Wohle der Versicherten überprüft werden müsse. Dazu Probst: "Der Hauptverband wird in Zukunft verstärkt mit Kooperationspartnern eine Konsumentenschutzrolle im Gesundheitswesen übernehmen, um sicherzustellen, dass die Versicherten qualitativ gut versorgt werden."

Die Testergebnisse sind in der Zeitschrift des VKI "Konsument" vom August 2008 nachzulesen.

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Dr. Wilhelm Donner, Tel. 711 32-1124 DW

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