JUGENDVERTRETUNG: Weiterer Rückschritt in der Kinder- und Jugendpolitik!

Jugendgerichtshöfe müssen endlich eingerichtet werden, Anzeigepflicht ist kontraproduktiv

Wien (OTS) - "Die Entwicklungen in der österreichischen Kinder-
und Jugendpolitik sind beängstigend", resümiert die Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV), Edda Strutzenberger. Vor allem die Innen- und Justizpolitik der Regierung ist inakzeptabel: "Bei jungen Straffälligen muss verstärkt auf Resozialisierung gesetzt werden. Deshalb ist die Schaffung von Jugendgerichtshöfen in allen Bundesländern dringend notwendig", so Strutzenberger. "Anstatt absurde Forderungen wie die Herabsetzung der Strafmündigkeit und die Einführung von Bootcamps zu diskutieren, sollte die Regierung ihre restliche Energie in die Einrichtung der Jugendgerichtshöfe setzen."

Auch die angekündigte Ausweitung der Anzeigepflicht für Jugendämter lehnt die Bundesjugendvertretung in dieser Form ab. "Wir befürchten, dass dadurch die Hemmschwelle, sich als Opfer von Gewalt an die Einrichtungen der Jugendwohlfahrt zu wenden, für Kinder und Jugendliche angehoben wird. So wird den Kindern und Jugendlichen sicher nicht geholfen und ihr Recht auf eine gewaltfreie Erziehung wird massiv eingeschränkt", meint Strutzenberger abschließend.

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