Caritas: Valorisierung des Pflegegeldes dringend notwendig!

Solidarische Finanzierung der Pflege gefordert

Wien (OTS) - "Wir begrüßen es, wenn noch vor den Neuwahlen Verbesserungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in die Wege geleitet werden", so der Generalssekretär der Caritas Wien, Alexander Bodmann, zu der sich abzeichnenden Einigung der Regierungsparteien im Bereich Pflege.

"Die Anhebung des Pflegegeldes ist längst fällig, mit einer einmaligen Erhöhung des Pflegegeldes ist es jedoch nicht getan", mahnt Bodman. "Wir plädieren für eine stufenweise Anhebung, die die tatsächlichen Kostensteigerungen mitberücksichtigt." Eine Erhöhung um 5 Prozent wie vom Sozialminister vorgeschlagen könne die Verluste der vergangenen Jahre nicht ausgleichen. "Eine regelmäßige Valorisierung des Pflegegeldes ist dringend notwendig!"

Bodmann erneuert die Forderung nach einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept für die Betreuung und Pflege in Österreich mit einheitlichen Qualitäts-, Versorgungs- und Finanzierungsstandards. "Hier muss der jüngste Vorschlag des WIFO nach einem steuerfinanzierten Modell ernst genommen werden," plädiert Bodmann und erinnert an die Caritas-Forderung nach einer solidarischen Finanzierung über einen Pflegelastenausgleichsfonds.

Wichtig sei auch, dass an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in den Fokus gerückt werden. Fast 100.000 Menschen leiden an einer Demenzerkrankung, ihre Zahl wird laut Schätzungen bis 2050 auf rund 230.000 ansteigen. "Neben der angekündigten besseren Einstufung für demenzkranke Menschen wünschen wir uns konkrete Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige", so Bodmann.

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