Mitterlehner weist Buchingers erneute Einmischung in Lohnverhandlungen zurück

Überzogene Lohnforderungen treiben Inflation durch Lohn-Preis-Spirale an - Sozialpartner haben sich stets als ein Garant für wettbewerbsfähige Löhne erwiesen

Wien (PWK579) - Wirtschaftskammer-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner hält Zurufe mit konkreten Prozentzahlen von Nicht-Teilnehmern an den im Herbst startenden Kollektivvertragsverhandlungen für reichlich unangebracht. "Damit werden die Lohnverhandlungen nur belastet und unnötige Erwartungshaltungen geschürt. Auch der Sozialminister, der nach konkreten Lohnforderungen im Vorjahr gestern erneut Lohnerhöhungen zwischen 3,5 und 5,5 Prozent gefordert hatte, muss endlich akzeptieren, dass weder ein Minister noch der Gesetzgeber Löhne festsetzt, sondern dies ausschließlich Sache der Sozialpartner bei den KV-Verhandlungen ist", stellt Mitterlehner klar.

Überzogene Lohnforderungen würden nur genau das erreichen, was im Sinne der Konsumenten und der Wirtschaft verhindert werden soll: das In-Gang-Setzen einer Lohn-Preis-Spirale. Diese entsteht dadurch, dass die Betriebe zu hohe Lohnerhöhungen in Folge über die Preise an die Kunden weitergeben müssen und die Inflation dadurch weiter angeheizt wird. Zahlreiche Experten haben deshalb vor einer derartigen Entwicklung gewarnt und "Lohnabschlüsse mit Augenmaß" gefordert.

"Die Sozialpartner haben sich bislang stets als ein Garant für wettbewerbsfähige Löhne erwiesen, die bestehende Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig ausreichend Spielraum für neue Investitionen, Wachstum und damit neue Arbeitsplätze belassen", betont der Generalsekretär.

Lohnverhandlungen würden nicht dazu dienen, Mehrbelastungen durch den Staat, etwa durch höhere Steuern und Gebühren, auszugleichen, sondern sollen zu einer standortverträglichen und die Produktivität abgeltenden Lohnerhöhung führen. Mitterlehner: "Es ist schließlich nicht Sinn und Zweck, dass der Staat Mehreinnahmen aus den Teuerungen kassiert und die Betriebe die Teuerungsabgeltung an seiner Statt übernehmen sollen." (Ne)

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