Jarolim: Warum bleibt Molterer angesichts der Meinl-Aktivitäten untätig

Aufklärungsbedürftige Vorgänge bei MIP-Hauptversammlung müssen untersucht werden

Wien (SK) - Erfreut zeigte sich SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim am Dienstag darüber, dass SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter Taten von Finanzminister Molterer in Sachen Meinl forderte. Dies sei wichtig, um endlich wieder positive Zeichen für den österreichischen Kapitalmarkt zu setzen. Hier seien sowohl Finanz- als auch Wirtschaftsminister in keinesfalls nachvollziehbarer Weise säumig geblieben, obwohl das Handeln der Minister dringend nötig wäre. ****

Bei Meinl Airport International (MAI), so Jarolim weiter, sei die so deutlich ausgefallene Abwahl des bisherigen Boards ein klares Zeichen, dass der Einfluss von Julius Meinl und der Meinl Bank zurückgedrängt werden soll. Damit stehe weiteren Schritten zum Wohl der Anleger diesbezüglich nichts mehr im Wege.

Erschüttert zeigte sich Jarolim hingegen über Meldungen über den Verlauf der Hauptversammlung von Meinl International Power (MIP), wonach bei der Hauptversammlung von MIP in Wien ein Wahlergebnis nicht anerkannt, sondern im Wege einer Neuauszählung ein Ergebnis errechnet worden sein soll, das den vorab bekanntgegebenen Zielen des Managements entspricht. Es sei, so Jarolim weiter, anscheinend noch einmal der praktische Beweis angetreten worden, dass das System Meinl bereit ist, ohne Rücksicht auf Anlegerinteressen an die Grenzen des Tolerierbaren zu gehen, um seine Interessen durchzusetzen. Es sei zu hoffen, dass es zu einer lückenlosen Aufklärung dieser Vorfälle kommt.

"Ich denke, dass die Situation anders hätte sein können, wenn sich der Finanzminister und der Wirtschaftsminister vorab in verantwortungsvoller Weise zu Wort gemeldet hätte. Dass dies nicht geschehen ist, zeigt von einer ausgeprägten Ignoranz der angesprochenen Minister den Interessen der Anleger und dem Kapitalmarkt gegenüber. Ob sich diese eine Partei auf Dauer leisten kann, die sich selbst als Wirtschaftspartei bezeichnet, bezweifle ich stark. Der Finanzminister muss handeln, und es darf dabei keine Rolle spielen, dass sein Amtsvorgänger ebenfalls in die bedauerlichen Geschehnisse rund um Meinl involviert ist", schloss Jarolim. (Schluss) ns/mp

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