FP-Bösch: Darabos sieht Lage im Tschad vollkommen falsch

Österreichische Soldaten brauchen Unterstützung und keine Disziplinierung

Wien (OTS) - Der freiheitliche außenpolitische Sprecher, Dr. Reinhard E. Bösch, forderte heute anläßlich des Überfalles auf zwei Bundesheersoldaten Bundesminister Darabos auf, die Lage im Tschad realistischer zu beurteilen und unsere Soldaten zu unterstützen.

"Auf Grund des gestern bekanntgewordenen Überfalls von Kriminellen auf zwei Bundesheersoldaten und den Meldungen von der immer noch unsicheren Lage im Tschad, muß die Situation von der Bundesregierung neu und realistisch beurteilt werden. Anstatt zu verlangen, die Soldaten zu disziplinieren, sollte Darabos eher froh sein, daß unsere Soldaten unversehrt geblieben sind. In einem Land wie dem Tschad dürften solche Übergriffe an der Tagesordnung sein und nicht immer gewaltfrei ausgehen", so Bösch.

"Darabos soll jetzt nicht so tun, als sei er ob der vermehrten Übergriffe auf österreichische Soldaten verwundert. Wer als verantwortlicher Minister unsere Soldaten in einen Krieg nach Afrika schickt, darf nicht erstaunt sein, wenn es zu Überfallen und Übergriffen auf unsere Soldaten kommt. Anstatt Disziplinierungen anzukündigen, sollte ein kompetenter Verteidigungsminister unseren Soldaten lieber den Rücken stärken und sie unterstützen. Als ehemaliger Zivildiener ist es dem Minister aber wohl nachzusehen, daß ihm Menschenführung nicht sonderlich liegt. Auch für die Angehörigen unserer Soldaten und die Bürger ist das Signal, das solche Ankündigungen setzten, verheerend. Was sollen die Bürger von einer Politik denken, die ihre Soldaten so behandelt?", so Bösch abschließend.

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