AK: Führerschein muss leistbar sein 2

Neue Preisauszeichnung gefordert

Wien (OTS) - Die AK will Sicherheit durch eine gute Ausbildung,
die sich Eltern und Jugendliche leisten können. Daher ist eine Informationsplattform im Internet unabdingbar, um sich einfacher über Preise und Leistungen informieren zu können sowie eine neue gestzliche Regelung der Mindeststundenanzahl für praktische Fahrstunden. Die Preisauskünfte sollen künftig im Preisauszeichnungsgesetz geregelt werden - eine Bruttopreisauszeichnung mit allen Zuschlägen und Gebühren.

Konkret fordert die AK:
+ Eine Informationsplattform, damit ein Preis-Leistungsvergleich einfacher wird. Vorstellbar wäre ein Service im Internet ähnlich dem Strom- oder Telefonpreiskalkulator. Eine Veröffentlichungspflicht der Tarife im Web und eine Aushändigungspflicht des Tarifs müssen gesetzlich vorgeschrieben werden. Außerdem müssen die Preise der zweiten Phase im Gesamtpreis angegeben werden.

+ Die AK will verbindliche Preisauskünfte und eine Bruttopreisauszeichnung mit allen Zuschlägen und Gebühren für die gesamte Führerscheinausbildung. Vorschriften über die Preise der Fahrschulausbildung sollen im Preisauszeichnungsgesetz aufgenommen werden entsprechend den Preisauszeichnungsregelungen für Flugpreise. Alle Angaben müssen sich auf die tatsächlichen Gesamtausbildungskosten beziehen. Die jetzige Regelung im Kraftfahrgesetz ist unklar und wird deshalb von vielen Fahrschulen auch nicht eingehalten.

+ Mindeststundenanzahl für praktische Fahrstunden neu gesetzlich regeln: Derzeit ist ungewiss, wie viele praktische Fahrstunden -neben den zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Stunden - zusätzlich absolviert werden müssen, um zur Führerscheinprüfung zugelassen zu werden. Dadurch sind die Gesamtausbildungskosten unvorhersehbar.

Im Jahr 2006 hatten die Fahrschulen die AK wegen falscher, ehrenrühriger Behauptungen im Zusammenhang mit der damaligen Preiserhebung geklagt. Das Verfahren wurde 2007 beendet. Das Oberlandesgericht Wien hatte der AK im Provisorialverfahren Recht gegeben, die Fahrschulen haben auf weitere Verhandlungsschritte verzichtet und die Kosten bezahlt.

AK Tipps
+ Machen Sie sich die Mühe, rufen Sie bei mehreren Fahrschulen an und erfragen Sie genau die Gesamtkosten der Führerscheinausbildung, was alles enthalten ist, wie viele Fahrstunden dabei sind. Immerhin gibt es Preisunterschiede von bis zu 800 Euro.
+ Vorsicht: Wenn Führerscheinpreise auf den ersten Blick oft sehr günstig erscheinen, kann das auch daran liegen, dass im Preis die zweite Phase nicht enthalten ist.
+ Erkundigen Sie sich nach Kosten der praktischen Fahrstunden und Lernunterlagen.
+ Achten Sie darauf, dass im Komplettpreis nicht immer alle Leistungen - wie Anmeldegebühren oder Versicherungsgebühr - angegeben sind.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at

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